FDP: Couchepin-Versprecher schürt Emotionen

Die FDP des Kantons Schwyz distanziert sich in einem Medien­communiqué von einer Aussage des Bundespräsidenten Pascal Couchepin. Dieser hatte mit einem Versprecher für Aufregung gesorgt.

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Regt sich über Couchepin auf: Vincenzo M. Pedrazzini, Präsident der FDP des Kantons Schwyz (Archiv). (Bild Harry Ziegler/Neue SZ)

Regt sich über Couchepin auf: Vincenzo M. Pedrazzini, Präsident der FDP des Kantons Schwyz (Archiv). (Bild Harry Ziegler/Neue SZ)

In einer Kommissionssitzung wollte Couchepin im Zusammenhang mit Versuchen am Menschen vom KZ-Arzt Josef Mengele sprechen – allerdings wurde daraus zunächst «Mörgele».

«Ob dies nun ein peinlicher Versprecher oder eine offensichtliche Beleidigung war, ist mir egal», wird Vincenzo M. Pedrazzini, Präsident der FDP des Kantons Schwyz, zitiert.

Wenn Nationalrat Christoph Mörgeli an einer Sitzung vor mehreren Zeugen mit KZ-Lagerarzt Josef Mengele in Zusammenhang gebracht werde, dann höre sein Verständnis auf, heisst es weiter.

Protest bei der FDP Schweiz
«Unsere Kantonalpartei distanziert sich mit aller Deutlichkeit von einer solchen Aussage und wird bei der FDP Schweiz auch entsprechend Protest einlegen», kündigt Pedrazzini an.

Nach dem «leidigen Duce-Blocher-Vergleich» vom letzten Herbst habe Couchepin erneut wenig Feingefühl bei seiner Wortwahl bewiesen. Vincenzo M. Pedrazzinis Fazit: «Das ist eines Bundespräsidenten nicht würdig und schadet dem ohnehin bedenklichen Niveau des politischen Diskurses in unserem Land zusätzlich.»

scd