FEINKOST: Gourmet-Essig aus Wollerau soll Welt erobern

«Baerg Marti» stellte sich im Hotel Victoria Jungfrau in Interlaken der Öffentlichkeit vor. Das neue Unternehmen aus Wollerau will mit hochwertigem Essig punkten.

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Ein Balsamessig von Baerg Marti: Auf Ästhetik wird bei den Produktinszenierungen grosser Wert gelegt. (Bild pd)

Ein Balsamessig von Baerg Marti: Auf Ästhetik wird bei den Produktinszenierungen grosser Wert gelegt. (Bild pd)

«Die Schweiz ist bekannt für Käsespezialitäten und Schokoladeprodukte, aber was die Herstellung von Qualitätsessig betrifft, stecken wir noch in den Kinderschuhen», sagte Geschäftsführer Stephan Marti den am (gestrigen) Donnerstag in Interlaken erschienenen Gästen, wie es in einer Medienmitteilung heisst. «Bislang haben sich vor allem Italien und Österreich einen Namen in der Essigproduktion gemacht. Baerg Marti möchte diesen weissen Flecken auf der Kulinarik-Landkarte nun schliessen.»

Verzicht auf industrielle Herstellung
Das Sortiment umfasst sechs Kräuteressige sowie einen Apfel-Honig-Essig (siehe Bild unten) und sechs Balsamessige. Alle verwendeten Ansatzessige, Früchte und Kräuter stammen aus biologischer Produktion. Auf die Beigabe von Zusatzstoffen sowie auf industrielle Herstellungsschritte wird bewusst verzichtet. Die Produktentwicklung wird von Prüfungen der kantonalen Lebensmittelkontrollstelle Brunnen begleitet.

Mit dem Namen Baerg Marti soll der starke Bezug von Stephan Marti, der in seiner Manufaktur in Wollerau «5 bis 10 Personen» in der Produktion beschäftigt, zur Schweiz und zur alpinen Bergwelt ausgedrückt werden. Um zu einem sinnlichen Eindruck beizutragen, trägt jedes Produkt die Längen- und Breitengrade einer anderen Sehenswürdigkeit oder Ortschaft in der Schweiz auf dem Etikett. So etwa auf dem Heidelbeeressig diejenigen von Muotathal und der Johannisbeeressig diejenigen von Schwyz. Abgerundet wird das Konzept durch literarische Miniaturen und Rezepte auf der Website.

Zurzeit nur im Internet bestellbar
Vorerst sind Baerg-Marti-Essige ausschliesslich  online erhältlich. Die Preise variieren pro Deziliter zwischen 12 und 38 Franken. Die Essig-Kompositionen werden in einem ersten Schritt in der Schweiz – «im ausgesuchten Delikatessenhandel und in exklusiven Hotels» –, in naher Zukunft auch in Japan, in Russland und in Grossbritannien auf den Markt gebracht, wie es weiter heisst.

scd