FEUERWEHREINSÄTZE: Viel Regen in der Zentralschweiz

Nach den starken Regenfällen musste in Stans der Kniribach umgeleitet werden. Auch im Bezirk March im Kanton Schwyz sind zahlreiche Feuerwehren aufgeboten worden. Strassen sind unterbrochen.

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In Stans musste der Kniribach in seinem neuen, kontrollierten Naturkanal über Plastikbahnen umgeleitet werden, um die neue Anlage nicht gleich wieder zu ruinieren. (Bild Keystone)

In Stans musste der Kniribach in seinem neuen, kontrollierten Naturkanal über Plastikbahnen umgeleitet werden, um die neue Anlage nicht gleich wieder zu ruinieren. (Bild Keystone)

Das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie hatte bereits in den letzten Tagen vor starken Niederschlägen - unter anderem in der Zentralschweiz - gewarnt.

Strassen im Kanton Schwyz gesperrt
Im Kanton Luzern verlief das Unwetter nach Auskunft der Kantonspolizei glimpflich. Auch in Nidwalden und Uri kam es zu keinen besonderen Vorfällen. In Obwalden war einzig die Strasse Giswil-Wilen im Gebiet des Steinibachs überschwemmt worden. Im Kanton Schwyz mussten einzelne Strassen nach Murgängen gesperrt werden.  «Zum Artikel»

Feuerwehreinsatz am Kniribach

Die intensiven Regenfälle machten gestern Abend in Stans am Kniribach einen Feuerwehreinsatz notwendig. Das neue Bett des Baches wurde mit weissen Plastikbahnen ausgekleidet. Wie Xaver Stirnimann, Stabschef des kantonalen Führungsstabes Nidwalden, gestern erklärte, sei dies eine vorsorgliche Massnahme, um die Erosion des Bachufers zu verhindern.

Hohe Engelbergeraa
Der Pegel der Engelbergeraa stieg gestern bedrohlich an, gegen 21.30 Uhr stabilisierte sich die Lage. Der Ausfluss bei Buochs betrug zu dieser Zeit 85 Kubikmeter pro Sekunde, ab 100 Kubikmetern müsste der Damm überwacht werden. Feuerwehr und Einsatzkräfte überwachten den Pegelstand die Nacht hindurch. Grössere Probleme mit den Wassermengen blieben in Nidwalden laut Polizei aber aus.
Im Kanton Obwalden war die Lage gestern nach 22 Uhr ruhig, wie die Obwaldner Polizei auf Anfrage erklärte. 

Überschwemmungen im Bezirk March
Starke Regenfälle führten gestern in zahlreichen Orten im Bezirk March zu Wasserschäden in Gebäuden und zu Überschwemmungen. Die Feuerwehrmänner der Region konnten den Feiertag nicht geniessen - wegen des stürmischen Regens mussten zahlreiche Feuerwehren ausrücken. D
ie Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz musste innert weniger Minuten die Schadenwehren der Gemeinden Reichenburg, Schübelbach, Galgenen und Tuggen aufbieten, weil Bäche über die Ufer getreten waren und das Wasser in verschiedene Gebäude einzudringen drohte. Wie die Kantonspolizei Schwyz gestern auf Anfrage mitteilte, seien die Schäden, mindestens in den frühen Abendstunden, nicht allzu schwerwiegend ausgefallen.

 
Hochwasser im Thurgau
In der Schweiz regnete es am Donnerstagabend und am Freitag zwar ebenfalls stark, vor allem in der Ostschweiz und in der Zentralschweiz. Über grössere Schäden oder Verletzte wurde jedoch nichts bekannt. Nach Angaben von MeteoSchweiz fielen verbreitet 50 bis 75 Liter Regen pro Quadratmeter.

Im Kanton St. Gallen hatten die Feuerwehren viel zu tun, weil zahlreiche Keller überschwemmt wurden. Im Kanton Thurgau führten die Flüsse Sitter und Thur am Freitagabend Hochwasser.

sda / red