FINANZEN: Die Stadt Luzern arbeitet vorbildlich

Die Stadt Luzern steht zu Unrecht im Ruf, locker mit Steuergeldern umzugehen. Die Experten bescheinigen ihr eine solide Finanzlage.

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In der Stadt Luzern lässt es sich leben. Auch darum, weil die Stadt laut einer Rangliste ihre Finanzen im Griff hat. (Archivbild Michael Buholzer/Neue LZ)

In der Stadt Luzern lässt es sich leben. Auch darum, weil die Stadt laut einer Rangliste ihre Finanzen im Griff hat. (Archivbild Michael Buholzer/Neue LZ)

Mit acht Finanzkennzahlen haben die Wissenschaftler des Hochschulinstitutes für Öffentliche Verwaltung 13 Kantons-hauptorte sowie alle Kantone jeweils untereinander verglichen. Die Kennzahlen reichen von Rechnungsgewinnen über die Verschuldung mit den damit verbundenen Zinsbelastungen bis hin zur Budgetgenauigkeit.

Unter den Städten ist Luzern die einzige bewertete Stadt aus der Zentralschweiz. Sie vertritt die Region gut, nur Bellinzona wies 2007 bessere Werte auf. Punkte sammelte die Stadt bei der Wirtschaftlichkeit ihrer Investitionen, die Note 6 gab es von den Finanzwissenschaftlern ebenfalls für die Ausgabendisziplin. Bloss eine 4,1 fuhr Luzern indes bei der «Genauigkeit der Steuerprognose» für 2004 bis 2007 ein. Was den Verdacht nahelegt, der Stadtrat mache bei der Finanzplanung aus politischen Gründen gerne auf Zweckpessimismus.

Steueroffensiven in Obwalden und Uri zeigen sich noch nicht
Auf die Note 5,35 verbesserte sich der Kanton Schwyz. Vor allem wegen seiner Sparsamkeit und weil er faktisch schuldenfrei dasteht. Der reiche Kanton Zug verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich. Ihm kommt bei vergleichsweise hoher Investitionstätigkeit das vorhandene Eigenkapital zugute.

In Obwalden findet die Aufsehen erregende Steuergesetzrevision noch keinen prägnanten Niederschlag in den Finanzkennzahlen und auch die Urner Steueroffensive findet in den Zahlen von 2007 noch keinen Niederschlag. Nidwalden steht finanziell solide da, ist in der Tabelle aber in den hinteren Regionen anzutreffen, weil die andern Kantone dank der bislang guten Konjunkturlage Boden gutmachten.

Rainer Rickenbach

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.