FINANZEN: Im Kanton gibts weitere Steuerreduktionen

Eine Analyse des Finanzde­partementes zeigt, dass seit Einführung des innerkantonalen Finanzausgleichsim Jahre 2001 die Gesamtsteuerbelastung im Kanton markant gesunken und damit die Attraktivität des Standortes Schwyz weiter gestiegen ist.

Drucken
Teilen
Informiert über die Steuerbelastung 2008: Der Schwyzer Finanzdirektor Georg Hess (Archiv). (Bild Harry Ziegler/Neue SZ)

Informiert über die Steuerbelastung 2008: Der Schwyzer Finanzdirektor Georg Hess (Archiv). (Bild Harry Ziegler/Neue SZ)

Alle steuerpflichtigen Personen können mit einer Steuersenkung rechnen. Kanton, Bezirke, 20 Gemeinden, 15 römischkatholische und zwei evangelisch-reformierte Kirchgemeinden konnten ihren Steuerfuss senken. Damit wird die mittelfristige Tendenz von Steuersenkungen fortgesetzt. Nur die römisch-katholische Kirchgemeinde Gersau musste ihren Steuerfuss um 0.05 Einheiten erhöhen.

Finanzausgleich wirkt
Bis auf Freienbach konnten sämtliche Gemeinwesen ihren Steuerfuss senken. Die Gemeinde Freienbach hatte im Jahr 2001 den Steuerfuss bewusst sehr tief angesetzt, um einen kontrollierten Abbau des Eigenkapitals vorzunehmen. Die Zielsetzung des innerkantonalen Finanzausgleichs, den vorrangigen Abbau übermässiger Unterschiede der Steuerbelastung von Bezirken und Gemeinden zu realisieren, wurde bis auf wenige Ausnahmen erreicht. Diese Entwicklung zeigt, dass der innerkantonale Finanzausgleich die angestrebte Wirkung erzielt, wie das Finanzdepartement des Kantons Schwyz mitteilt.

Besser als erwartet
Mit der Umsetzung der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) wurden auch die finanziellen Auswirkungen bei den bisherigen Gemeinschaftsaufgaben zwischen dem Kanton und den Gemeinden aufgezeigt. Die Nachkalkulation zeigt, dass die Gemeinden gegenüber der angestrebten Kostenneutralität um 6.7 Mio. Franken besser abgeschnitten haben. Der Grund liegt darin, dass im Bereich Sonderschule statt der erwarteten 10 Mio. nur 2.1 Mio. Franken an zusätzlichen Aufwendungen den Gemeinden angerechnet wurden.

Aufwand im Griff
Die Aufwandsteigerung bei den Bezirken und Gemeinden liegt in der Berichtsperiode 2000 bis 2006 bei moderaten zwei bis vier Prozent. Weil der Kanton wegen der vielen Beitragsentflechtungen erhebliche Mehrkosten in Kauf nehmen musste, steigert sich der Aufwand 2002 um 21 Prozent und im 2004 um fünf Prozent. In den anderen Jahren ist der gleiche Trend wie bei den Bezirken und Gemeinden festzustellen – nämlich moderate Aufwandsteigerungen von einem bis 3 Prozent. Dass der Kanton Schwyz seine Aufwände gut im Griff hat, zeigt auch die vom Bund herausgegebene Finanzstatistik der öffentlichen Haushalte. Im interkantonalen Vergleich weist der Kanton Schwyz beim Personal- und Sachaufwand das grösste Kostenbewusstsein aus. Dies ist Ausdruck einer sparsamen und wirkungsvollen Politik, welche wiederum
Grundlage für eine attraktive Steuerpolitik ist.

scd