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Finanzielle Not trifft alte Menschen hart

Eine dringend nötige neue Brille oder hohe Selbstbehalte bei Arztkosten sind für alte Menschen mit kleinem Budget ein Riesenproblem. Dazu kommt oft die Scham, um Hilfe zu bitten. Unsere Spender tragen dazu bei, dass für viele ältere Personen wieder ein hoffnungsvolles Licht leuchtet.
Finanzielle Sorgen können für alte Menschen sehr belastend sein und zu Ängsten und Rückzug führen. (Bild: Keystone)

Finanzielle Sorgen können für alte Menschen sehr belastend sein und zu Ängsten und Rückzug führen. (Bild: Keystone)

Ich danke Ihnen von Herzen für die grosszügige Unterstützung», schreibt eine 81-jährige Frau aus dem Kanton Nidwalden an die LZ-Weihnachtsaktion. «Ich habe viel geweint und hatte schlaflose Nächte. Es ist schwer für mich, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.» Sie und ihr verstorbener Mann hätten «immer gespart», doch jetzt seien die Ersparnisse aufgebraucht, und sie sei sehr froh um den Entlastungsbeitrag. Diese Frau ist kein Einzelfall, wie Toni Räber, Leiter der Beratungsstelle der Pro Senectute Kanton Luzern in Willisau, sagt. «Wir stellen fest, dass das Budget bei zahlreichen Menschen im AHV-Alter, die im Heim oder zuhause noch selbstständig leben, mit AHV und Ergänzungsleistungen gerade so ‹häb chläb› aufgeht.» Mit ihren kleinen Einkommen hätten viele gar keine finanziellen Reserven schaffen können.

Angst und Scham

Wenn eine grössere Rechnung ins Haus flattere oder eine unvorhergesehene Ausgabe anstehe, «kann das Ängste auslösen, lähmen oder zu Schlafstörungen führen». Vielen Menschen dieser Generation falle es sehr schwer, überhaupt in eine Beratung zu gehen. «Wenn die Betroffenen dann hören, dass unsere Beratung kostenlos ist und wir unter Schweigepflicht stehen, atmen sie erst einmal auf, denn manche empfinden ihre Finanznot als Schande oder als persönliches Versagen.»

Hörgeräte, Medikamente

Unsere Spender haben ein Gespür für die Notwendigkeit, alte Menschen in finanziellen Engpässen – in allen Zentralschweizer Kantonen – zu unterstützen. Die LZ-Weihnachtsaktion leistet jedes Jahr Entlastungsbeiträge, zum Beispiel an ungedeckte Kosten für Hörgeräte, Brillen, Zahnbehandlungen, von der Krankenkasse nicht bezahlte Medikamente, Selbstbehalte bei Arztrechnungen und nötige Anschaffungen im Haushalt, auch an Winterkleider oder Umzugskosten in eine kleinere Wohnung. Wie Toni Räber sagt, reicht manchmal das Geld ausgerechnet nicht für Leistungen, die das selbstständige Leben zuhause unterstützen. So könnten die Kosten für die medizinische Fusspflege oder die Patientenbeteiligung bei der Spitex für jene Personen ein Problem sein, die keinen Anspruch auf Ergänzungsleistungen haben.

Oft hilft auch das Umfeld

Toni Räber betont, dass manche Betroffene auf Hilfe im persönlichen Umfeld zählen können: «Erfreulicherweise sehe ich in der Beratung, dass auch erwachsene Kinder oder Freunde helfen. Zum Beispiel kenne ich eine Tochter, die ihrer Mutter jeden Monat einen Anteil an die Miete zahlt, damit diese in ihrer vertrauten Wohnung bleiben kann, nachdem ihr Mann ins Pflegeheim ziehen musste.» Anderswo übernähmen Kinder die Kosten für ein Zeitungsabonnement oder schenkten den Eltern einen neuen TV-Apparat. Allerdings sei solche Hilfe nicht möglich, wenn Kinder selbst in bescheidenen Verhältnissen leben.

Auch Menschen, die im Alters- oder Pflegeheim leben, erhalten von der LZ- Weihnachtsaktion Beiträge an ungedeckte Kosten. Denn viele von ihnen müssen mit dem Freibetrag aus der Ergänzungsleistung von rund 350 Franken pro Monat Kleider, Fusspflege, Selbstbehalte und persönliche Auslagen bestreiten. Das kann sehr eng werden.

Dazugehören ist wichtig

Toni Räber schildert, wie auch bei den so genannten Freizeitkosten die Geldnot verschwiegen wird. «Ein Mann kann sich die Fahrt an die Klassenzusammenkunft in der Ostschweiz nicht leisten. Er meldet sich ab mit der Begründung, es gehe ihm gesundheitlich nicht so gut.» Finanzielle Probleme im Alter könnten zu Rückzug, in manchen Fällen gar zur Isolation, führen. Wünschbar aber sei gerade das Gegenteil: «Alte Menschen sind Teil unserer Gesellschaft und sollen dazugehören, das stärkt auch ihr Selbstwertgefühl.» Deshalb sei es sinnvoll, wenn die LZ-Weihnachtsaktion zum Beispiel einer alten Frau einen Beitrag zahle, damit sie regelmässig ihren im Pflegeheim in Basel lebenden Bruder besuchen kann. Auch Beiträge für Reisekosten an regelmässige Treffen mit Freunden von früher, für Tagesausflüge oder ein Zustupf an Strickwolle und andere Hobbykosten würden bei den Betroffenen grosse Freude auslösen. Mit wenigen hundert Franken können unsere Spender ein Licht der Hoffnung anzünden.

Dank für Grossherzigkeit

Wie sehr viele alte Menschen auf Hilfe angewiesen sind, weiss auch Urs W. Studer, Präsident des Beirates, der alle Gesuche an die LZ-Weihnachtsaktion prüft. Er sagt: «Alter bedeutet, selbst heute in unserem Land, nicht etwa weniger Not und Sorgen, im Gegenteil. Die gesundheitlichen Risiken vergrössern sich, die Renteneinkünfte bleiben unverändert oder vermindern sich. Glücklich all diejenigen, die im Alter sorgenfrei leben dürfen und vielleicht da und dort mithelfen, Not zu lindern.» Der Blick auf unser Spendenbarometer freut Urs W. Studer sehr; er sagt: «Für die Grossherzigkeit all unserer Spender danke ich aufrichtig und von Herzen.»

Ruth Schneider

Hier gibts Hilfe und Beratung

Menschen im AHV-Alter in der Zentralschweiz, die finanzielle oder andere Probleme haben, sollten nicht zögern, sich Hilfe und Beratung zu holen. Anlaufstellen sind das Sozialamt der Wohngemeinde, Sozialdienste von Pfarreien sowie die Pro Senectute, die es in allen Kantonen gibt; Adresse im Telefonbuch oder im Internet, . Die Pro Senectute richtet in bestimmten Fällen selber Finanzhilfe an alte Menschen aus. Diese Stellen können auch Gesuche an die LZWeihnachtsaktion einreichen, jedoch nur bis 31. Dezember.

Privatgesuche können wir leider nicht entgegennehmen. Weil manche Büros zwischen Weihnachten und Neujahr geschlossen sind oder reduziert arbeiten, empfiehlt sich rasches Handeln.

Familien und jüngere Einzelpersonen, die Hilfe nötig haben, sind beim Sozialamt oder bei einem kirchlichen Sozialdienst am richtigen Ort. Diese klären auch, ob ein Rechtsanspruch auf staatliche Leistungen besteht.

rs.

Am Dienstag mit Einzahlungsschein

Am Dienstag liegt der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausganen nochmals ein Flyer mit Einzahlungsschein und allen Informationen zur LZ-Weihnachtsaktion bei. Spenden kann man auch online: . Das Spendenbarometer steigt erfreulich und zeigt am Dienstag bereits 1'255'087 Franken an.

Jede Spende hilft helfen, und diese Hilfe ist nötig. Bis gestern sind über 1500 Gesuche eingetroffen. Das bedeutet viel Arbeit für die 13 ehrenamtlich tätigen Beirätinnen und Beiräte, ausgewiesene Sozialfachleute aus allen Zentralschweizer Kantonen. Sie prüfen die Gesuche sorgfältig und sorgen für den haushälterischen und wirksamen Einsatz der Spendengelder. Herzlichen Dank für jede Spende! Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus logistischen Gründen keine Sachspenden entgegennehmen können. Gesuche können von Gemeinden und Institutionen bis 31. Dezember eingereicht werden. Infos: Telefon 041 429 54 04; Mail: .

rs.

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