FINANZSTATISTIK: Schwyz' Bezirke und Gemeinden stehen gut da

Die wichtigsten Finanzkennzahlen der letzten fünf Jahre (2004 bis 2008) sind ausgewertet. Sie zeigen eine gute bis sehr gute Finanzlage der Bezirke und Gemeinden.

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Der Schwyzer Finanzdirektor Georg Hess bei einer Pressekonferenz. (Bild Harry Ziegler/Neue SZ)

Der Schwyzer Finanzdirektor Georg Hess bei einer Pressekonferenz. (Bild Harry Ziegler/Neue SZ)

Wird die Finanzlage der Bezirke und Gemeinden nach den kantonalen Mittelwerten beurteilt, kann für die Jahre 2004 bia 2008 eine «sehr positive» Bilanz gezogen werden, wie die Finanzdirektion mitteilt.

Nettoschuld markant gesunken
Die Gemeinwesen haben insgesamt in den letzten fünf Jahren mit durchschnittlich 573 Mio. Franken bedeutende Bruttoinvestitionen realisiert. Demgegenüber sind die durchschnittliche Nettoschuld der Bezirke und Gemeinden um weitere 44 Prozent und der Zinsbelastungsanteil von 0,64 Prozent im Jahr 2004 auf «hervorragende» minus ein Prozent im Jahr 2008 gesunken. Der Selbstfinanzierungsgrad, gemessen über fünf Jahre, habe sich gegenüber dem Vorjahr von 128 auf 130 Prozent erhöht. Dies entsprecher einer «sehr soliden» Finanzierung der getätigten Investitionen.

Die Nettoschuld pro Einwohner ist in der Berichtsperiode stark gesunken und liegt weiterhin auf sehr tiefem Niveau, nämlich bei 892 Franken pro Einwohner. In 24 von 30 Gemeinen sowie in den drei Mehrgemeindebezirken ist die Steuerkraft 2008 angestiegen. Diese Tendenz sei «bemerkenswert», weil damit die regionalen Unterschiede nicht weiter ansteigen. Erfreulich zeige sich auch die Entwicklung bei der Bildung von Schwankungsreserven. Dank des innerkantonalen Finanzausgleichs konnten alle Gemeinden bis auf Morschach in der Berichtsperiode Eigenkapital bilden.

Auf Grund der Erkenntnisse aus der Finanzstatistik 2004 bis 2008 wurde der horizontalen Finanzausgleich um 1 Mio. auf neu 21 Mio. Franken festgesetzt. Anderseits ist der Anteil der zu verteilenden Grundstückgewinnsteuer um 8 Mio. auf 28 Mio. Franken angestiegen.

Gemeinden guter Partner sein
Auf Grund der guten finanziellen Ausgangslage der Bezirke und Gemeinden wurde der Gesamtbetrag, der für den Normaufwandausgleich im Jahr 2009 zu Verfügung steht, bei 25.5 Mio. Franken gleich belassen wie im Vorjahr. Grund dafür ist, dass der Kanton auch in der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Situation gegenüber den Gemeinwesen ein verlässlicher Partner sein möchte, wie es weiter heisst.

Das Finanzdepartement erstellt einmal pro Jahr die Gemeindefinanzstatistik. Diese Statistik stellt mit ihren Kennzahlen die aktuelle Finanzlage jeder Gemeinde und jedes Bezirkes in den Grundzügen dar. Damit können die Bürger, aber auch die Behörden leicht die Haushalte ihrer Gemeinwesen beurteilen und untereinander vergleichen.

scd