Fischotter halten Einzug in neue Anlage

Im Tierpark Goldau ist die neue Fischotter-Anlage eingeweiht worden. Das Gehege bietet zwei Fischottern ein artgerechtes Zuhause.

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Die neue Anlage bietet den beiden Fischottern ausreichend Platz. (Bild: PD)

Die neue Anlage bietet den beiden Fischottern ausreichend Platz. (Bild: PD)

Vor vier Jahren ist der Entscheid gefallen, im ehemaligen Bärengehege des Tierparks Goldau eine Fischotteranlage zu bauen. Kurz nach Beginn der Bauarbeiten entschied sich der Tierpark, die Anlage zu erweitern und eine eigentliche Auenlandschaft zu gestalten, heisst es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag.

Erhebliche Bedeutung wurde den Wasserläufen und Weihern, dem Einrichten eines Unterwassereinblickes für die Besucher und einer 100 Quadratmeter grossen ökologischen Pflanzenkläranlage beigemessen. Die ursprüngliche Bergsturz-Landschaft wollte der Natur- und Tierpark Goldau unbedingt beibehalten. Die Verbesserungen und Erweiterungen des Projekts bedingten eine Erhöhung des Baukredits, es resultierten aber gleichzeitig auch qualitative Verbesserungen der Anlage, eine Steigerung der Besucherfreundlichkeit und eine Senkung der wiederkehrenden Betriebskosten.

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Die am Donnerstag offiziell eingeweihte Fischotter-Anlage bietet nicht nur ihren Bewohnern ein grosszügiges und artgerechtes zuhause, sondern den Parkbesuchern auch einen faszinierenden Einblick in das Leben dieser Tiere. Den Besuchern stehen zwei Plattformen für die Beobachtung der sehr scheuen Fischotter zur Verfügung:

  • Beim Besuchereinblick «Land» sprudelt ein Wasserfall aus der Pflanzenkläranlage in die Auenlandschaft. Hier kann sich der Fischotter verstecken, schwimmen oder auf Futter suchen. Da befindet sich auch eine einsehbare Schlafbox.
  • Der Besuchereinblick «Wasser» erlaubt eine Unterwassereinsicht und einen Blick in die zweite Schlafhöhle der Tiere.

 
Wie Tierarzt und Kurator, Martin Wehrle, ausführte, ist die Anlage in zwei Bereiche getrennt. Diese Abtrennung ist nötig, weil Fischotter Einzelgänger sind. In einigen Wochen werden sich die beiden Otter genug auf Distanz beschnuppert haben, und der Durchgang zwischen den beiden Gehegen kann geöffnet werden, so dass sie sich direkt kennen lernen können. Wenn sich der erhoffte Nachwuchs eingestellt hat, werden die Eltern wieder getrennt; die Jungtiere leben dann bei der Mutter.

pd/zim