Fluglärm erhitzt die Gemüter

Die Armee und die Pilatus-Flugzeugwerke haben ihre Flüge intensiviert. Dies bringt für die Zentralschweizer Bevölkerung mehr Fluglärm – und bald werden die Zahl der Flüge wohl noch mehr ansteigen.

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Ohrenbetäubend laut: Flugzeuge im Tiefflug. Im Bild die Patrouille Suisse über dem Flugplatz Buochs. (Bild: pd)

Ohrenbetäubend laut: Flugzeuge im Tiefflug. Im Bild die Patrouille Suisse über dem Flugplatz Buochs. (Bild: pd)

«Der Fluglärm über dem Luzerner Seebecken ist diesen Sommer nervtötend», schreibt Brigitte Kläy aus Meggen in einem Leserbrief in unserer Zeitung. Und auch Kaspar Widmer, Gemeindepräsident von Weggis, ärgert sich: «Ich erhalte regelmässig Beschwerden von Touristen, aber auch von Einheimischen. Die Emissionen sind extrem.»

Verantwortlich für den Fluglärm sind die Pilatus Flugzeugwerke AG in Stans und die Armee. Beide bestätigen, dass die Anzahl der Flüge derzeit rekordverdächtig hoch ist. Bei Pilatus begründet man dies unter anderem damit: «Weil unsere Auftragslage nach oben zeigt, müssen wir jede Woche neue Flugzeuge testen», sagt Markus Kälin, Assistent des Verwaltungsratspräsidenten.

Es wird noch schlimmer

Die gute Auftragslage bei den Pilatus-Flugzeugwerken schlägt sich direkt auf die Zahl der Flüge nieder: Zwischen dem 1. Januar und dem 31. Juli haben die Flugzeugwerke auf dem Flugplatz Buochs rund 3700 Flugbewegungen vermeldet. In derselben Zeitspanne des letzten Jahres waren es nur 3055, ein Jahr zuvor sogar nur 2650. Und auch die Armee fliegt immer öfter: 2010 zählte die Luftwaffe auf dem Flugplatz Emmen rund 3000 Flugbewegungen, 2009 und 2008 waren es nur rund 2400.

Für die lärmgeplagten Zentralschweizer dürfte die Situation nicht besser werden: «In den kommenden Wochen dürften die Flugbewegungen noch intensiviert werden», sagt Kälin von den Flugzeugwerken. Und Jürg Nussbaum, Chef Kommunikation bei der Luftwaffe, erklärt: «Klar ist, dass die Zahl der Flüge eher zunehmend ist.»

Daniel Schriber

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