Gemeinde Oberrüti präsentiert neuen Imagefilm

Die Vernissage des rund sechsminütigen Films stiess auf grosses Interesse. Das Werk von Arno Schaller soll das Dorf authentisch und vor allem lebhaft darstellen.

Pascal Studer
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Blick auf die Gemeinde Oberrüti. (Bild: Screenshot Imagefilm)

Blick auf die Gemeinde Oberrüti. (Bild: Screenshot Imagefilm)

Das Gemurmel im Musiksaal Oberrüti erlischt langsam, als Franziska Baggenstos, Frau Gemeindeammann von Oberrüti, das Wort an die zahlreichen Gäste richtet: «Wir haben schon angenommen, dass diese Vernissage auf Interesse stossen würde. Dass dieses aber gleich so gross ist, hätten wir nie gedacht.» Tatsächlich haben an diesem regnerischen Freitagabend 116 Personen den Weg an die Kurzfilm-Vernissage gefunden, jeder Platz im Saal ist besetzt. Sie alle sind gekommen, um den neuen Imagefilm über die Gemeinde Oberrüti zu sehen.

Doch die Oberrüter Bevölkerung muss sich noch etwas gedulden, ehe der Kurzfilm uraufgeführt wird. Denn nun erklärt Franziska Baggenstos, wieso sich der Gemeinderat überhaupt dafür entschieden hat, einen Kurzfilm produzieren zu lassen: «Bisher hatten wir nur eine Powerpoint-Präsentation mit teilweise veralteten Bildern über unsere Gemeinde. Diese war jeweils etwas langweilig.» Schade eigentlich, denn Oberrüti hat mit seinem aktiven Vereinsleben, den vielen schönen Naherholungsgebieten oder der guten Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel sehr viel zu bieten. Das findet auch Baggenstos und meint lächelnd: «Oberrüti ist so schön, da muss man nichts erfinden.»

Anekdoten aus der Zeit der Dreharbeiten

Um diese Schönheit nun auch in bewegten Bildern zeigen zu können, hat der Gemeinderat die Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Arno Schaller gesucht, welcher mit dem Auftrag im März 2016 angefangen hat. Als der in Honau wohnhafte Schaller in seinem sympathischen Freiburger Dialekt den Anwesenden verschiedene Anekdoten, welche er während seiner Dreharbeiten er-lebt hat, erzählt, erfüllt sich der Raum mit herzhaftem Gelächter. In einem Dorf mit 1600 Einwohnern kennt man die Personen, welche die Geschichten des erfahrenen Filmemachers schmücken. Dass ihn diese Begegnungen mit der Oberrüter Bevölkerung am meisten inspirierten, betont Schaller mehrmals: «Ich hatte sehr viele liebenswerte Begegnungen mit der Bevölkerung. Oberrüti hat mich wirklich mit offenen Armen empfangen.»

Gross gekannt hatte Schaller Oberrüti vor den Dreharbeiten jedoch nicht. «Ich wusste, dass es eine Gemeinde im Kanton Aargau ist – ein schönes Dorf, an dem ich jeweils gerne vorbeigefahren bin.» Nach mehrmonatigem Drehen, aus dem Filmmaterial von mehr als acht Stunden resultierte, sieht er Oberrüti nun mit anderen Augen. Und nicht zuletzt auch aus einer anderen Perspektive, denn Schaller hat für den rund sechsminütigen Imagefilm auch Drohnen-Aufnahmen realisiert. Ein heikles Thema. Dessen war sich Schaller bewusst, weshalb er immer offen kommunizierte, wann er mit einer Drohne Filmaufnahmen machte. «Die Privatsphäre wurde nie verletzt», versichert er.

Der Bahnhof, die Reuss und viele bekannte Gesichter

Nun verdunkelt sich der Raum, und alle Anwesenden blicken gespannt auf die Leinwand. Der Beamer summt leise, als der Kurzfilm vorgeführt wird. Von einer informativen Off-Stimme begleitet, nimmt der Film die Zuschauerinnen und Zuschauer mit auf eine Reise durch Oberrüti. Sie sehen den Bahnhof, die Reuss, die vielen Bauernhöfe, die Gemeindeverwaltung, einige Kleinbetriebe und viele bekannte Gesichter. Im Hintergrund ist vereinzelt der Klang der Brassband MG Oberrüti zu hören, und auch die Präsenz anderer Vereine zeigt, dass das Vereinsleben in Oberrüti mehr als intakt ist. Der Film hat Oberrüti in seinem Kern getroffen, das Ziel wurde erreicht: die Schönheit Oberrütis authentisch zu zeigen.