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FREIAMT: Jugendliche präsentieren vielseitige Projekte

Seit zwei Jahren und der Abschaffung der Abschlussprüfung haben sämtliche Schüler der Oberstufe Ammannsmatt die Möglichkeit, ein Semester lang ihre ganz persönliche Abschlussarbeit zu realisieren.
Robin Saxer (links) und Elio Castioni arbeiten im Werkraum an ihren Projekten. (Bild: Werner Schelbert (Sins, 4. Mai 2018))

Robin Saxer (links) und Elio Castioni arbeiten im Werkraum an ihren Projekten. (Bild: Werner Schelbert (Sins, 4. Mai 2018))

Egal, ob die Organisation eines Konzerts, die Herstellung eines Schminktisches oder das Schreiben des eigenen Fantasyromans – die Kreativität der Schülerinnen und Schüler scheint keine Grenzen zu kennen. Nach einem Vorbereitungssemester im Fach «Projekte und Recherchen» haben die Schüler rund ein halbes Jahr Zeit, um sich selbstständig ihrer Abschlussarbeit zu widmen und diese anschliessend in einer zehnminütigen Präsentation vorzustellen.

Entweder sie stellen etwas her, ein Handlungsprojekt also, erforschen ein Gebiet näher, ein Erkundungsprojekt, oder sie befassen sich intensiv mit einem selbstgewählten Thema, ein Themenprojekt. Feste Vorgaben zum Thema der Arbeit gibt es dabei keine, weshalb die Herangehensweisen unterschiedlicher nicht sein könnten. «Die Kunst als Lehrer besteht darin, auf die Pläne der Schüler einzugehen. Sie dort zu unterstützen, wo es tatsächlich nötig ist und dennoch nicht auszubremsen», erklärt Andreas Stücheli, der einige Projektarbeiten unterstützt. Weiter erfordere es Flexibilität und Gelassenheit, gerade deshalb, weil jeder Schüler sich mit einem anderen Thema auseinandersetze. «Deshalb freue ich mich stets auf die Nachmittage mit der Projektarbeit, da die Schüler motiviert und eifrig an ihren Projekten sitzen», berichtet Andreas Stücheli weiter.

Schüler schätzen die eigenständige Arbeit

Besonders die Schüler mit Themenprojekten arbeiten viel am Computer, um intensiv zu recherchieren und anschliessend einen Bericht zu verfassen. Auch Rahel von Flüe greift kräftig in die Tasten, allerdings nicht nur um zu recherchieren. Vielmehr nämlich, weil sie ihren eigenen Roman verfasst hat. «Dass wir von der Schule Zeit bekommen für ein solches Projekt, gefällt mir ausserordentlich gut», verrät die Schülerin und fügt an: «Der Einstieg war eine Herausforderung, aber mit der Zeit gewöhnt man sich an die selbstständige Arbeit.» Auch Selina Hess schätzt die eigenständige Arbeit, so hat sie einem Pony Tricks beigebracht und hält ihre Resultate nun in einem schriftlichen Bericht fest. «Sich einer Herausforderung zu stellen und einem Thema anzunehmen, an welchem man selber grossen Gefallen findet, fand ich das tollste an der Arbeit», berichtet sie.

Nicht nur im Computerraum wird fleissig gearbeitet, auch im Werkraum werden Nägel mit Köpfen gemacht. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, die Schüler nageln, leimen, schweissen, um ihr Projekt zu verwirklichen. Aus harter Arbeit entsteht je nach Vorstellung und Planung des Schülers ein Schrank, Basketballkorb, Schminktisch oder gar ein Puppenhaus. «Wichtig ist, immer in Beziehung mit den Schülern zu stehen und zu spüren, wo man ihnen freie Hand lässt und wo man sie besser auf Schwierigkeiten aufmerksam macht», so Pia Gabriel, Lehrerin. Konzentriert stehen die Schüler vor ihren Arbeiten, schleifen die Kanten ab, stecken die Einzelteile zusammen oder werfen erneut einen kritischen Blick über die ganze Arbeit auf der Suche nach Optimierungsmöglichkeiten. «Wenn die Schüler mit Herzblut dabei sind, ist die Motivation höher, einige Stunden mehr zu investieren, damit das Projekt schliesslich den Vorstellungen entspricht», weiss Andreas Stücheli.

Der Projektunterricht als Abschlussarbeit hat sich bewährt an der Oberstufe, besonders da Eigeninitiative und Selbstständigkeit der Schüler gefördert werden und dank des abschliessenden Vortrags zusätzlich Präsentationstechniken geübt werden können. «Die fachübergreifende Zusammenarbeit der Lehrerinnen und Lehrer und das Engagement der Schüler sind eine Bereicherung für die ganze Schule», findet Reto Eichenberger, Schulhausleiter der Oberstufe.

Vanessa Varisco

redaktion@zugerzeitung.ch

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