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Freiamt: Neues Leben im Alikoner Schuelhüsli

Das seit eineinhalb Jahren verwaiste Schulhaus hat neue Besitzer bekommen. Eine junge Oberfreiämter Familie will es zu einem Zweifamilienhaus ausbauen.
Cornelia Bisch
Sandra und André Kurmann mit Sohn Lars vor ihrem neuen Heim, dem ehemaligen Schulhaus in Alikon, das sie in ein Zweifamilien-Wohnhaus umbauen wollen. (Bild: Roger Zbinden, 21. April 2018)

Sandra und André Kurmann mit Sohn Lars vor ihrem neuen Heim, dem ehemaligen Schulhaus in Alikon, das sie in ein Zweifamilien-Wohnhaus umbauen wollen. (Bild: Roger Zbinden, 21. April 2018)

Sandra Kurmann kehrt als Erwachsene wieder in ihre ehemalige Primarschule zurück. Diesmal als Besitzerin und Bewohnerin derselben. «Ich habe gute Erinnerungen an meine Schulzeit in Alikon», sagt sie. «Ich freue mich darauf, wieder zurück im Dorf zu sein.» Gemeinsam mit ihrem Mann André und dem zweijährigen Sohn Lars will sie sich im 1843 erbauten Schulhaus ein neues Zuhause einrichten. «Geplant sind zwei Wohnungen», erzählt die 31-Jährige. «Im Erdgeschoss entsteht eine 4-1/2-Zimmerwohnung, die wir einem Kollegen vermieten werden.» Im zweiten und dritten Stock bauen Kurmanns ihre eigene Maisonette-Wohnung mit 6 1/2 Zimmern.

«Ein Schulhaus? Bist du wahnsinnig? Das ist doch viel zu gross für uns!», so reagierte André Kurman, als ihm seine Frau den Vorschlag unterbreitete, das leer stehende Gebäude in der kleinen Sinser Aussengemeinde zu besichtigen. «Aber als wir es dann gesehen hatten, fand er, es habe durchaus Potenzial», erzählt Sandra Kurmann. Die jungen Leute hätten sich als letzte von sieben Interessenten beworben, berichtet Gemeindeammann Josef Huwiler. «Drei davon zogen ihr Angebot jedoch vorzeitig zurück.» Das Haus ist zwar weder denkmal- noch ortsbildgeschützt, aber die Gemeinde Sins stellte dennoch zwei Bedingungen an die neuen Besitzer: Das Gebäude sollte erhalten bleiben und nicht zu Spekulationszwecken erworben werden. «Familie Kurmann war die einzige Bewerberin, die diese Bedingungen vollumfänglich erfüllte», erzählt Josef Huwiler. So fiel die Entscheidung nicht schwer, das Gebäude wurde für 700 000 Franken an die Oberfreiämter Bauherren verkauft. «Wir freuen uns, dass eine junge Familie aus der Region nun das Schulhaus bewohnen wird», so Huwiler.

Im September wollen sie einziehen

Kurmann die alte Steintreppe im Hausinneren, die auf jeden Fall erhalten bleibt. «Auch das Treppengeländer sollte ursprünglich bestehen bleiben.» Dies sei aber aus Sicherheitsgründen, vor allem ihres Kleinkindes wegen, nicht möglich. Diese Woche erhielt die Familie die Baubewilligung. Bereits im Mai soll mit dem Umbau unter der Federführung der Ökobau Rösch GmbH aus Grosswangen begonnen werden. Ziel ist es, bereits im Herbst einzuziehen.

«Es ist uns wichtig, dass natürliche Baumaterialien aus der Region verwendet werden», so Kurmann. Ausserdem sei der Kleinbetrieb auf den Umbau und die Sanierung alter Gebäude spezialisiert. Die bestehende Ölheizung wird später ersetzt. «Wir hoffen, dass sie noch ein paar Jahre hält.» Äusserlich wird sich nicht viel verändern. «Wir bauen lediglich einen Balkon an.» Darunter entsteht ein gedeckter Sitzplatz für die Erdgeschosswohnung. Ausserdem wird eine neue Einfahrt an der Nordseite des Hauses gebaut. Dies ermöglicht die Begrünung der Sonnenseite. Bezüglich der Aussengestaltung bestehen jedoch noch keine konkreten Pläne. «Eins nach dem anderen», erklärt Sandra Kurmann. Auf jeden Fall sollen auch ihre Kleintiere ein schönes Heim erhalten und für Sohn Lars wird viel Raum zum Spielen eingeplant.

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