Auch die Gemeinde Cham profitiert von deutlich mehr Steuer-Millionen

Die Rechnung 2019 schliesst mit einem Plus von rund 12 Millionen Franken ab – über 11 Millionen Franken besser als budgetiert.

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Was die Finanzen anbelangt, lacht über Cham die Sonne.

Was die Finanzen anbelangt, lacht über Cham die Sonne.


Bild: Matthias Jurt (Cham, 9. April 2020)

(bier) Mit einem Ertrag von rund 104 Millionen Franken und einem Aufwand von 92 Millionen Franken ergibt sich in der Rechnung 2019 der Gemeinde Cham ein Mehrertrag von 12 Millionen Franken. Die Rechnung schliesst also um über 11 Millionen Franken besser ab als das Budget.

Quelle: Gemeinde Cham

Wie in anderen Zuger Gemeinden auch, basiere das gute Resultat zum grössten Teil auf höheren Steuereinnahmen, teilt die Gemeinde mit. Sowohl bei den natürlichen Personen (plus 3,1 Millionen Franken) als auch bei den juristischen Personen (plus 1,6 Millionen Franken) wurde das Budget deutlich übertroffen. Im Weiteren ergaben sich insbesondere bei den Grundstückgewinnsteuern hohe Mehreinnahmen von plus 5,3 Millionen Franken gegenüber dem Voranschlag, heisst es weiter.

Der am ehesten beeinflussbare Sach- und übrige Betriebsaufwand wie auch die Abschreibungen des Verwaltungsvermögens sind gegenüber dem Budget tiefer ausgefallen. Höher zu Buche schlagen die Löhne des Verwaltungs- und Betriebspersonals, die Löhne der Lehrkräfte sowie die Beiträge an das Gemeinwesen und Dritte. Trotzdem habe sich der Aufwand gegenüber dem Rechnungsjahr 2018 insgesamt «um lediglich 300 000 Franken» erhöht.

Der Gemeindepräsident Georges Helfenstein (CVP) zeigt sich deshalb insgesamt zufrieden:

«Das gute Resultat freut uns sehr. Trotz der hohen Steuereinnahmen geht Cham effizient und verantwortungsbewusst mit seinen finanziellen Ressourcen um. Wir werden auch weiterhin ein hohes Augenmerk darauf legen, Investitionen und Ausgaben mit der nötigen Umsicht anzugehen.»

Die Investitionsrechnung weist gut 4,4 Millionen Franken tiefere Ausgaben aus. Dies weil bei verschiedenen Projekten weniger ausgegeben wurde als vorgesehen. So zum Beispiel bei der Sanierung der Schulanlage Röhrliberg (2,2 Millionen Franken), bei der Beschaffung von Informatikmitteln in der Bildung (500 000 Franken) sowie bei der Erstellung der neuen Urnenwand auf dem Friedhof St. Jakob (500 000 Franken).

Über die Rechnung sowie weitere Traktanden entscheidet die Gemeindeversammlung aufgrund der aktuellen Coronasituation erst am Montag, 14. September.

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