Aus für Zuger Bring- und Hol-Aktion im Stadtzuger «Freiruum»

Der Erfolg der Zwischennutzung Freiruum führte zum Ende der Tauschbörse von «Zuger helfen Zugern».

Zoe Gwerder
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«Wir haben gewusst, dass es vorübergehend ist – auch wenn das Ende nun etwas überraschend kam.» Rosa Kolm spricht vom Ende der Tauschbörse, die bis vergangene Woche in der Zwischennutzung «Freiruum» zu Hause war. Kolm ist die Gründerin der Facebookplattform «Zuger helfen Zugern», auf welcher täglich Gegenstände unter den über 20000 Mitgliedern getauscht werden. «Wir durften im ‹Freiruum› unsere Tauschbörse anbieten in einem Lokal, welches noch nicht vermietet war.» Es sei aber klar abgemacht gewesen, dass bei einer Vermietung der Lokalität die Tauschbörse aufgelöst werden müsse.

Die Medienverantwortliche des «Freiruums» bestätigt dies:

«Wir waren zufrieden mit diesem Angebot. Nun schauen wir mit der Gruppe, ob wir eine Art Treffpunkt ohne Tauschbörse anbieten können.»

Für Rosa Kolm ist das Projekt nun vorerst auf Eis gelegt. Obwohl es, wie sie sagt, ein anderes, vorübergehendes Angebot im «Freiruum» gegeben habe. Für sie derzeit keine Option: «Alles immer wieder von Neuem aufzustellen und zu organisieren ist auf die Dauer zu anstrengend.» Anders sähe dies aus, gäbe es eine längerfristige Option. «Sollte es ein Angebot für ein Jahr oder mehr geben, kann ich mir gut vorstellen, eine solche Tauschbörse wieder ins Leben zu rufen.»

Im «Freiruum » neue Leute angesprochen

Das beendete Projekt hatte Anfang Mai gestartet. Zu Beginn im Einkaufszentrum Herti, welches im kommenden Jahr umgebaut wird. «Es war klar, dass es mit der Zwischennutzung im Herti wohl schon Ende Oktober fertig sein wird, weshalb wir später zusätzlich ein Angebot im «Freiruum» zusätzlich angenommen hatten.» Dort konnte die Gruppe, zusammen mit der Eröffnung der Zwischennutzung «Freiruum» Anfang August, starten. Mitte September entschied die Gruppe von Kolm sich auf diesen Standort zu beschränken. Auch wenn es dort nun Mitte Oktober schon fertig ist, blickt Kolm auf eine gute Zeit zurück: «Wir sind den Leuten vom ‹Freiruum› sehr dankbar, dass sie uns die Zeit ermöglicht haben.» Die Gruppe habe viele neue Leute für das Projekt gewinnen können. «Im Herti waren es hingegen meist dieselben Personen, die etwas brachten oder holten. Im ‹Freiruum› haben so auch neue Leute ‹Zuger helfen Zugern› kennengelernt.»