Belegschaft und Klienten des Roth-Haus in Muri meistern die Krise bislang gut

Die Verantwortlichen im Schwerstbehindertenheim sind derzeit gleich doppelt gefordert.

Eddy Schambron
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Hinter dem Roth-Haus entsteht der Neubau.

Hinter dem Roth-Haus entsteht der Neubau.

Bild: Eddy Schambron

Es ist für das Roth-Haus in Muri ein Jahresbericht der anderen Art: natürlich wegen der Covid-19-Pandemie, aber auch wegen des mit einem Neubau verbundenen Umzugs in ein Provisorium. Uwe Tischer, der Geschäftsleiter des Wohnheims mit Beschäftigungsstätte für Schwerstbehinderte, hält fest: «Auch wenn die aktuelle Situation sehr schwierig ist, gibt es doch auch Positives zu berichten. Mit grosser Begeisterung beobachten wir den Baufortschritt vom neuen Wohnheim.» Es soll im Laufe des nächsten Jahres bezugsbereit sein.

Insbesondere die Coronakrise hat an das Heim spezielle Herausforderungen gestellt. «Mit grosser Anerkennung und Wertschätzung sehe ich, wie die Mitarbeitenden im Roth-Haus mit einer vorbildlichen Haltung, grossem Engagement, viel Kreativität, grosser persönlicher und fachlicher Kompetenz sowie mit Lebensfreude und Energie alles daran setzten, die Krise gemeinsam zu meistern», sagt Tischer.

Dank an Gemeinde und Pflegi

Beim Zwischenaudit zur Qualitätssicherung wurde «wiederum eine ausgewiesene hohe Zufriedenheit von Angehörigen und Klienten» festgestellt, freut sich Tischer. Die überprüften Abläufe seien transparent und klar definiert, festgelegte Verbesserungsmassnahmen umgesetzt worden.

Die Übersiedelung der Klientinnen und Klienten in das Provisorium in der Pflegi Muri, das durch den Neubau notwendig wurde, habe bestens geklappt. «Es ist für uns ein Glücksfall, dass wir in nächster Nähe der Beschäftigungswerkstatt entsprechende Räume gefunden haben», stellt Stiftungsratspräsident Harold Külling fest.

Dafür sei man der Pflegi, aber auch der Gemeinde, welche die Provisorien noch so lange duldet, dankbar. In Zusammenarbeit mit dem Architektenteam Camponovo Baumgartner aus Zürich habe die Baukommission die anstehenden und laufenden Probleme beim Neubau stets zügig zu aller Zufriedenheit lösen können.

Im Jahresbericht geben die Leiter der verschiedenen Wohngruppen, Dienste und der Beschäftigung einen Einblick in ihre Arbeit. Monika Meier vom Nachtwache-Team bringt es wohl für alle Beteiligten auf den Punkt:

«Ich glaube, für dieses Jahr lassen wir das Schreiben ganz einfach mal sein, geniessen das neue Provisorium und richten unser Augenmerk weiterhin wachsam auf unsere Klienten.»