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Biere aus Muri, so beständig wie Freiämter

Die Café Bar Wave serviert jetzt eigene Biere: «Schrübler Kari’s» und «Sparren Sepp’s». Gebraut werden das Pale Ale und das naturtrübe Bier in der Brauerei Einhorn in Hünenberg.
Hans-Peter «Hampi» Budmiger, Inhaber des «Wave», Gemeindepräsident und Bierbrauer. (Bild: Melanie Burgener (Muri, 30. November 2018))

Hans-Peter «Hampi» Budmiger, Inhaber des «Wave», Gemeindepräsident und Bierbrauer. (Bild: Melanie Burgener (Muri, 30. November 2018))

Am vergangenen Freitagabend, Viertel nach fünf, und die Café Bar Wave in Muri ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Viele sind Stammgäste, andere sind zum ersten Mal da. Sie alle warten gespannt auf die beiden neuen Wave-Biere – die ersten, die es nur in Muri gibt. Vereinzelte Besucher schleichen zu den Barkeepern, um zu sehen, ob sie nicht doch schon einen Schluck probieren dürfen. Doch die Antwort vom schmunzelnden Personal ist für alle dieselbe: «Sorry, du musst dich noch etwas gedulden.»

Zum Glück lässt Hans-Peter «Hampi» Budmiger, Besitzer der Café Bar Wave, seine Gäste nicht lange warten. Kurz nach halb fünf ertönt von draussen Motorenlärm. Budmiger und seine drei Kinder fahren mit einem kleinen Traktor vor. Hinterher ziehen sie einen langen Anhänger, beladen mit rund 300 Bierflaschen.

Vor drei Jahren war da erstmals die Idee

Ein breites Grinsen steht Budmiger im Gesicht. Fröhlich begrüsst er seine Gäste, setzt sich auf den Anhänger zwischen die Holzkistchen und erzählt die Geschichte des Wave-Biers. Naturtrüb und Pale Ale Die Idee vom eigenen Bier geisterte schon lange in Budmigers Kopf herum: «Vor drei Jahren habe ich zum ersten Mal gebraut und gedacht, eigentlich sollte man sein eigenes Bier anbieten.» Doch neben der passenden Einrichtung habe ihm in den vergangenen Jahren auch die Zeit dazu gefehlt, um regelmässig qualitativ hochstehendes Bier zu produzieren. «Zeit habe ich heute nicht mehr als vor drei Jahren, aber ich finde, dass auch Muri sein eigenes Bier braucht», erzählt er.

Regional – von der Entstehung bis zum Verkauf

Dass das Getränk von der Entstehung bis zum Verkauf regional bleibt, liegt Budmiger sehr am Herzen. Gebraut werden das Pale Ale und das naturtrübe Bier in der Brauerei Einhorn in Hünenberg. Die Etiketten sind geschmückt mit Zeichnungen von Moris Loher aus Muri und die Namen erinnern an alte Legenden der Gemeinde. So trägt das naturtrübe Bier den Namen «Schrübler Kari’s» und erinnert an die Geschichte des erfolgreichen Rennfahrers. Das Pale Ale ist nach dem hölzigen Virtuosen Sparren Sepp benannt und gibt auf der Rückseite Auskunft über seine Legende.

Auch in den schmucken Holzkistchen, die sich nicht nur in der Weihnachtszeit gut zum Verschenken eignen, steckt einiges an Herzblut drin. «Das Logo habe ich selbst zu Hause mit dem Brenneisen gemacht», erzählt Budmiger. Dabei hatte er Hilfe von seinem Sohn Max, der sich schon dafür bereit erklärt hat, seinem Papi bei den nächsten Kisten wieder zu helfen. «Ich könnte die Kisten auch günstig in Deutschland einkaufen. Aber wenn alles regional ist, gibt einem das ein gutes Gefühl, das hat auch mit Wertschätzung zu tun. Es sind eben Biere, so bodenständig wie die Freiämter», betont Budmiger voller Begeisterung.

Das gute Gefühl ist den Gästen anzusehen. Doch wie schmeckt das Bier überhaupt? «Es ist anders als die herkömmlichen Biere. Da kann man sich gerne dran gewöhnen», freut sich Reto Keusch aus Muri. Beide Biere können in der Wave Bar an der Luzernerstrasse 37 konsumiert oder gekauft werden. Auch der Getränkehandel Staubli in Muri bietet das «Schrübler Kari’s» und das «Sparren Sepp’s» in seinem Geschäft an.

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