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Der «Löwen» in Muri ist bezugsbereit

Der Neubau der Pflegimuri bietet vor allem wohnliche Einzelzimmer sowie Aufenthalts- und Betriebsräume. Nächste Woche werden erste Bewohner einziehen. Nun verfügt die Pflegi über 218 Betten.
Cornelia Bisch
Vor dem «Löwen» wird der Küchengarten wieder angelegt. Ein Demenzgarten kommt neu hinzu. (Bild: Werner Schelbert (Muri, 9. August 2018))

Vor dem «Löwen» wird der Küchengarten wieder angelegt. Ein Demenzgarten kommt neu hinzu. (Bild: Werner Schelbert (Muri, 9. August 2018))

Der moderne Neubau verdankt seinen Namen dem Hotel Löwen, das ursprünglich die Klosteranlage flankierte. Das nachfolgende Ökonomiegebäude, das während der vergangenen fast 70 Jahre die Wäscherei, die Kindertagesstätte Wichtelburg sowie Büros und technische Werkstätten der Pflegimuri beherbergte, wurde im Sommer 2016 abgebrochen, um für den Neubau Platz zu schaffen. Bereits zwei Monate später wurde mit dem Aushub für den Neubau begonnen.

Das Wettbewerbs-Siegerprojekt der Meier Leder Architekten AG aus Baden schafft einen stimmigen Bezug zu den historischen Klostergebäuden, ohne sich diesen ganz unterzuordnen. «Es fügt sich ausgesprochen gut ins Konzept der bestehenden Bauten ein, spricht aber eine eigene, moderne Sprache», erklärt Carmen Frei, Kommunikationsverantwortliche der Pflegimuri. Dies sei eine der Vorgaben gewesen. Auch im Inneren überzeuge der Bau mit seinen hellen, mit warmen, natürlichen Materialien ausgestatteten Räumen. «Man fühlt sich gleich behaglich und gut aufgehoben.» Im Eingangsbereich schafft ein Lichthof mit Oblicht über sämtliche Stockwerke hinweg interessante Ein- und Durchblicke. Nun ist das neue Haus der Pflegimuri bezugsbereit. Bereits nächste Woche werden die ersten beiden Wohngruppen einziehen. Am 19. August findet eine Haussegnung in kleinem Rahmen statt.

In 1000-jährigen Mauern

Das 1027 gegründete Kloster Muri wurde bis zum Jahr 1841 betrieben. Zwischen 1861 und 1872 beherbergten die Klostergebäude die Landwirtschaftliche Schule. 1887 wurde die erste Kranken- und Pflegeanstalt in den altehrwürdigen Mauern eröffnet. 1889 brannte der Ostflügel vollständig ab. 20 Jahre später fand die Eröffnung der Kantonalen Pflegeanstalt statt. Sukzessive wurden die Gebäudeflügel verbunden und saniert. 1951 kam das Ökonomiegebäude hinzu. 2006 bis 2011 wurden eine Gesamtsanierung sowie der Neubau von Ost- und Hauptgebäude durchgeführt. Mit dem Bezug des Neubaus Löwen verfügt die Pflegimuri über 218 Betten. Die Zahl der Einzelzimmer wurde von 72 auf 134 erhöht, während es neu statt der ursprünglich 70 nur noch 41 Doppelzimmer gibt. Pro Jahr treten zirka 240 Personen ein, von denen 150 nur befristet bleiben. Zirka 100 Personen kehren wieder nach Hause zurück. Das private KMU beschäftigt rund 300 Angestellte und 40 Lernende. (cb)

Grosse Nachfrage nach Einzelzimmern

Geschaffen wurden vor allem Einzelzimmer. «Dies entspricht immer mehr den Bedürfnissen der Bewohner», so Frei. «Der Anspruch auf Individualität hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Bei der Gestaltung des Neubaus haben wir darauf reagiert.» Im «Löwen» werden ausserdem wiederum die Wäscherei, diverse Sitzungs- und Schulungsräume sowie die Kindertagesstätte untergebracht werden. Der Einzug der Bewohner sowie der verschiedenen Betriebe und Bereiche wird in den kommenden Monaten sukzessive erfolgen.

Ebenfalls aufgewertet und teilweise neu eingerichtet werden die drei Aussenbereiche. «Neu entsteht ein abgetrennter Demenzgarten, welcher den Bewohnern der Demenzgruppen zur Verfügung steht», führt Frei aus. «Im neuen Gebäude können wir die Demenzabteilung von bisher lediglich einer, auf zwei Gruppen aufstocken.»

Der Küchengarten ist seit 1609 auf Ansichten des Klosters zu sehen. Seit der Neugestaltung im Jahr 2001 ist er rollstuhlgängig und dient wieder dem ursprünglichen Zweck, dem Anbau von Nutzpflanzen. Das Grundlayout mit den acht Nutzgärten und dem Aussensitzplatz mit Bäumen wurde beibehalten. In Zusammenarbeit mit Pro Specie Rara kultiviert die Pflegimuri im Küchengarten alte Gemüse- und Beerensorten, ergänzt mit Blütenstauden.

Der Hof mit Bäumen und Kiesplatz zwischen Hedigerhaus und Neubau ist vielseitig nutzbar und dient der Kindertagesstätte als Spielfläche.

Eröffnungsfest des Gebäudes Löwen im Rahmen des 50. Basars am 3. November, ab 9 Uhr. Illumination des Neubaus durch den Künstler Gerry Hofstetter.

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