Der Stiefeliryter in Muri soll in Zukunft allen Autos standhalten

Der steinerne Reiter steht nun wieder auf seinem Sockel.

Melanie Burgener
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Urs und Lisbeth Hänggli (links) freuen sich, dass Rafael Häfliger (rechts) und sein Team ihre Statue repariert haben.

Urs und Lisbeth Hänggli (links) freuen sich, dass Rafael Häfliger (rechts) und sein Team ihre Statue repariert haben.

Bild: Melanie Burgener

In dunklen Nächten, heisst es in der Sage, reitet er noch heute mit verdrehtem Kopf auf seinem Schimmel über die Grundstücke, die er in Muri und Umgebung einst geraubt hatte. Um ihn zu sehen, muss man aber nicht auf Nacht und Nebel warten: Den berühmte Stiefeliryter findet man jetzt wieder an der Marktstrasse 17 in Muri. Seit 30 Jahren steht er dort als Steinfigur und erinnert nicht nur an die berühmte Freiämter Sage, sondern auch an seinen Schaffer, den verstorbenen Murianer Bildhauer Romano Galizia.

Nachdem der Reiter im vergangenen Jahr von einem Autofahrer übersehen und umgefahren worden ist, steht er jetzt endlich wieder vollständig auf seinem Sockel. Vom kleinen Unfall ist fast nichts mehr zu sehen. Den ersten Autounfall, den der steinerne Stiefeliryter vor einigen Jahren erlitt, hat Galizia selbst repariert. Da er unterdessen verstorben ist, hat man sich an die Denkmalpflege gewandt. Diese hat den Bildhauer Rafael Häfliger aus Wohlen empfohlen.

Häfliger und sein Team haben die Figur wieder zusammengesetzt und dabei gleich widerstandskräftiger gemacht. «Zuvor hat die Statue nur auf der Pflästerung gestanden und war nur mit etwas Leim auf dem Sockel befestigt», erklärt Häfliger. Nun habe man ein Loch gegraben und die Statue etwas unter dem Boden befestigt. Und der Reiter sei mit einer rostfreien Gewindestange auf seinem Sockel festgemacht worden. «Wenn das nächste Mal jemand reinfährt, geht das Auto kaputt, nicht die Figur», sagt Bildhauer Häfliger lachend.