Die Schmutzfrachten in der Ara Muri werden steigen

Die Abwasserreinigungsanlage von Muri liefert gute Ergebnisse und muss erweitert werden.

Eddy Schambron
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Die Abwasserreinigungsanlage Muri arbeitete 2019 ohne wesentliche Störungen.

Die Abwasserreinigungsanlage Muri arbeitete 2019 ohne wesentliche Störungen.

Bild: Eddy Schambron

Die Abwasserreinigungsanlage (ARA) von Muri hat im Jahr 2019 das Abwasser wieder ausgezeichnet gereinigt. Das hält Klärwerkmeister Paul Strebel in seinem Jahresbericht fest. Möglich wurde das durch eine umsichtige und gute Betreuung der gesamten Infrastruktur der Anlage und der Aussenwerke, aber auch mit dem Glück, «dass wir von einer grösseren Havarie von schwer abbaubaren Flüssigkeiten im Einzugsgebiet unserer ARA verschont geblieben sind».

So konnten die Einleitbedingungen in die Bünz gut erfüllt werden. Bearbeitet wurden insgesamt 1,71 Millionen Kubikmeter Abwasser. Es fielen 5498 Kubikmeter Frischschlamm, 123 Kubikmeter Rechengut (Vorjahr 85 Kubikmeter), 19 Kubikmeter Sand an. Der markante Anstieg des Rechengutes ist auf einen neuen Rechen zurückzuführen. Es wurden 3179 Kubikmeter Klärschlamm abgegeben, 83 919 Kubikmeter Gas produziert. Der Stromverbrauch belief sich auf total 365564 Kilowattstunden, die Eigenproduktion Strom kam auf 41 Prozent, und im Blockheizkraftwerke fielen 148943 Kilowattstunden an.

Drei Monate ohne Schlammfaulung

In den Monaten Juni, Juli und August wurden der Faulturm und der Stapel 1 inwendig neu beschichtet. In dieser Zeit fiel die Faulung des Schlammes aus. Dadurch fand auch keine Produktion von eigenem Strom statt. Der anfallende Frischschlamm wurde laufend zur ARA Wohlen transportiert und dort weiter verwertet. Strebel macht in seinem Jahresbericht deutlich, dass die Schmutzfrachten in den nächsten Jahren weiter steigen werden. Es mache Sinn, dass bei einer Erweiterung der ARA gleichzeitig die Infrastruktur saniert und zum Teil erweitert wird.

Nachdem an der Gemeindeversammlung der Kredit für die Sanierung der ARA Muri sowie die Erstellung einer Anlage zur Entfernung der Mikroverunreinigungen gutgeheissen worden war, konnte die Planung in Angriff genommen werden. Der Baubeginn wird Anfang 2021 stattfinden und ein Jahr später soll die Sanierung vollzogen sein.