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Ein erster Schritt in die Berufswelt

Das alljährliche Podium zur Berufswahl in Sins war ein gut besuchter Anlass. Neben einer Fülle von Infos und Tipps gab es auch die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch.
Engagierte Voten am Podium zur Berufswahl in der Mehrzweckhalle Ammannsmatt Sins. (Bild: Stefan Kaiser (7. September 2018))

Engagierte Voten am Podium zur Berufswahl in der Mehrzweckhalle Ammannsmatt Sins. (Bild: Stefan Kaiser (7. September 2018))

Am Donnerstag gegen halb acht Uhr wurde es in der Mehrzweckhalle Ammannsmatt in Sins recht lebendig. Dies, weil die Schüler der 2. Oberstufe, viele davon mit ihren Eltern, zum anberaumten Podium zur Berufswahl eintrafen.

Als Moderator Andreas Stücheli das Podium eröffnete, richteten die Anwesenden ihre volle Aufmerksamkeit auf die acht Teilnehmer, die sich kurz vorstellten. Darunter waren Vertreter von Grossfirmen, Kmus, der Berufsschule sowie drei Lehrlinge in Ausbildung. Diese Zusammensetzung ermöglichte eine doppelte Sicht: aus derjenigen der Ausbildner wie derjenigen der Auszubildenden. Dabei zeigte es sich, dass die Vorgehensweise bei grossen Firmen im Gegensatz zu Kleinbetrieben unterschiedlich gehandhabt wird. Wesentlich sind auch die Berufe, die im jeweiligen Unternehmen angeboten werden. So stellt zum Beispiel eine Ausbildung in der Pflege im Altersheim andere Anforderungen an die Lehrlinge, als ein kaufmännischer oder handwerklicher Beruf.

Das erste Thema galt der Schnupperlehre, da diese nun zu Beginn des 8. Schuljahres für die Schülerinnen und Schüler aktuell wird. «Wir schätzen es, wenn sich die Kandidaten selber melden», sagte dazu Thomas Fischer von der Firma Meier Holzbau AG in Mühlau. Und Benjamin Kurz von Siemens Zug sagte: «Wir erwarten von einem Lernenden, dass er sich nicht nur für einen bestimmten Beruf, sondern auch für die Firma interessiert.» Alle Firmenvertreter erachten ein gepflegtes Auftreten und Pünktlichkeit als selbstverständlich. Sie erwarten ebenso eine gewisse Neugier und die Bereitschaft, Fragen zu stellen. «Es gibt keine falschen Fragen», sagte dazu Raphael Suter, von der Auto Suter AG Sins. Man müsse ehrlich zu sich selber sein, so die Erfahrung von Robin Nath, der im letzten Jahr als Automatiker ausgebildet wird.

Ab und zu auf die Zähne beissen

«Man muss ab und zu auch auf die Zähne beissen», sagte Nevio Pescatore, der im 2. Lehrjahr als Detailhändler steht. Um die Fragen zu bündeln, empfiehlt das Zentrum Aettenbühl Sins den Schnupperlehrlingen ein Tagebuch zu führen, wie Brigitte Villiger darlegte.

Ein Punkt, den der Moderator ansprach, war das Vorstellungsgespräch und in der Folge das Bewerbungsschreiben. Diese Schritte werden von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich gehandhabt. Für Kmus reichen für eine Entscheidung oft schon die Erfahrungen, die man mit einem Kandidaten in der Schnupperlehre macht, während grosse Firmen auf ein formelles Vorstellungsgespräch setzen. Dabei sind der bisherige Leistungsausweis, belegt durch die Schulnoten, und die Motivation entscheidende Kriterien. «Informiert euch auf der Homepage der Unternehmen», riet Robin Nath den zukünftigen Lernenden. Alle Podiumsteilnehmer betonten, wie wichtig es sei, sich mit den Eltern abzusprechen.

Selbstständigkeit ist wesentlich

Zum Schluss gab es noch Ratschläge für die Arbeitsweise als zukünftige Lernende. «Nutzt die Schulzeit und macht euch mit Lernmethoden vertraut, die euch selbstständiger werden lassen», sagte Fritz Wilk von der Berufsschule Wohlen. Und KV-Lehrling Vanessa Gamma doppelte nach: «In der Lehre ist man zunehmend für sich selbst verantwortlich».

Mit einem herzlichen Dankeschön und einem Bhaltis für die Teilnehmer auf dem Podium beendete Othmar Betschart den offiziellen Teil und lud die Anwesenden zu einem Apéro und zum individuellen Gespräch mit den Firmenvertretern ein. Und damit klang der Abend so animiert aus, wie er begonnen hatte.

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