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Eine bunte Wohngemeinschaft lässt es im Freiamt krachen

Am Wochenende hat der Circus Monti seine 34. Saison mit 14 Artisten aus Europa und Amerika eröffnet. Die typische Monti-Rahmengeschichte spielt sich im Wohnzimmer der «Villa Monti» ab.
Der 22-jährige Mario Muntwyler (rechts) und der Amerikaner Willem McGowan lassen die Keulen wirbeln. (Bild: PD)

Der 22-jährige Mario Muntwyler (rechts) und der Amerikaner Willem McGowan lassen die Keulen wirbeln. (Bild: PD)

Nicht Sägemehl und Vorhang, sondern ein kunterbunt eingerichtetes Wohnzimmer mit lauter ausgefallenen Einzelstücken und einem betret- und bekletterbaren Bogendach zieren die Manege, die im neuen Chapiteau grösser und luftiger wirkt als früher (siehe Box). Die «Villa Monti» startet in die neue Saison.

Nicht lange bleibt das Wohnzimmer unbewohnt. Einer nach dem anderen trudeln die Artisten turnend, kletternd, stolpernd und tanzend ins Bild. Jeder ein Eigenbrötler, der verträumt seinen Gedanken nachhängt, bis sie sich zu einem gemeinsamen Tanz formieren und ihrer Lebensfreude Ausdruck verleihen. Jetzt sind sie ein Team, jetzt werden Gemeinsamkeiten sichtbar, auch in der äusseren Erscheinung der eigenwilligen Kostüme, welche vor allem farblich harmonieren und mit raffinierten Aufdrucken und stilvollen Schnitten punkten.

Das Ensemble des Circus Monti lässt seine Gäste jedes Jahr aufs Neue in eine fantastische Geschichte eintauchen und schafft damit das eigentliche Kunststück – die Überraschung, den Zauber der Manege aufrechtzuerhalten. Für Konzept, Regie und Choreografie verantwortlich sind dieses Jahr Christian Vetsch und Sabine Schindler aus Zürich.

Familie Muntwyler in Bestform

Im künstlerischen Ausdruck spürbar gereift, präsentiert sich Mario Muntwyler in Hochform. Seine Keulenjonglage mit dem Amerikaner Willem McGowan überzeugt nicht nur durch anspruchsvolle Artistik, sondern vor allem auch durch elegante Nonchalance. Direktor Johannes Muntwyler sorgt mit einer clownesken Einlage für Amüsement, begleitet von Partnerin Armelle Fouqueray, die nach dreijähriger Pause erneut mit ihrem unverwechselbaren komödiantischen Talent auftrumpft.

Als zentrale Clownfigur führt Florian Vuille aus Morges durchs Programm. Mit seiner flapsigen Art stolpert er wie ein junger Hund in jedes nur erdenkliche Fettnäpfchen, verheddert sich hoffnungslos in seinem viel zu langen Schal und wird von seinen Wohngenossen immer wieder fürsorglich aufgefangen, bevor es zur Katastrophe kommt. Clown Vuille ist eine rührend naive, liebenswürdige Figur, die sich sofort in die Herzen der Zuschauer mogelt.

In puncto Auffangen weniger Glück hat der Handstandkünstler Florian Jeannot aus Frankreich, der zwischen seinen kraftvollen Darbietungen immer mal wieder einen glasigen Blick aufsetzt und mit Karacho komatös zu Boden knallt. Auch die übrigen akrobatischen Darbietungen am Schwungseil, am Tanztrapez, am Roue Cyr und auf dem Seil überzeugen durch Charme, Leichtigkeit, Spielfreude und Natürlichkeit, sodass oftmals der Eindruck entsteht, die Künstler seien selbst überrascht über das Gelingen ihrer Kunststücke. Drei junge europäische Artisten setzen dem Programm ganz zum Schluss mit einer fulminanten Schleuderbrett-Choreografie die Krone auf. In sämtlichen Nummern und Übergangsgeschichten kommt Musik und Lichtstimmung eine besondere dramaturgische Bedeutung zu. Mit dem Musiker Thierry Epiney und dem Monti-Urgestein Christoph Siegenthaler sind Profis am Werk, welche die dargebotenen Künste aufs Feinste veredeln.

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