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Pflegimuri: Eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung

Die Pflegimuri hat das Prädikat UND mit sehr guter Benotung für ihre familienfreundliche und soziale Unternehmenskultur erhalten. Es wurden aber auch Optimierungsmöglichkeiten festgestellt.
Cornelia Bisch
Die Pflegimuri wird abgerissen. (Bild: Maria Schmid (Muri, 22. Juni 2016))

Die Pflegimuri wird abgerissen. (Bild: Maria Schmid (Muri, 22. Juni 2016))

«Es geht uns nicht um das Prädikat, sondern primär um den Prozess und die Beratung», erklärt Thomas Wernli, Direktor der Pflegimuri. «Häufig braucht es den Blick von aussen, um den eigenen Betrieb klarer zu sehen.» Einerseits laute die Philosophie des Pfegeheims «Die Bewohner kommen zuerst», andererseits sei dies ja nur möglich, wenn es auch den Mitarbeitern gut gehe, ist Wernli überzeugt.

Um die Situation der Pflegi-Mitarbeiter von Fachleuten einschätzen und sich beraten zu lassen, kontaktierte die Geschäftsleitung vor einem Jahr die Fachstelle UND, welche Betriebe für deren familienfreundliche und soziale Unternehmenskultur auszeichnet und berät (siehe Box). Im Herbst 2017 begannen die Fachleute mit den Befragungen der Mitarbeiter, den sogenannten Audits. «Befragt wurden Angestellte aus allen Berufsgattungen, von der Basis bis zum Kader», berichtet Wernli. Für die Leitung der Institution sei der Prozess kein grosser Aufwand gewesen. «Wir mussten den Experten sämtliche Dokumente das Personal betreffend abgeben. Das war schon alles.»

Besonders freut den Direktor, dass die Mitarbeiter die Kultur im Haus als sehr positiv und wertschätzend beurteilen. «Offensichtlich sind wir in der richtigen Richtung unterwegs», stellt er fest. Der Bericht der Fachstelle UND zählt weitere positive Aspekte auf wie die Offenheit der Führung gegenüber neuen Konzepten und Ideen, das vorbildliche Gehaltskonzept, die Mitsprache- und Mitgestaltungsmöglichkeiten der Angestellten und das Eingehen auf deren Bedürfnisse. Insgesamt wird der Pflegimuri mit 306,5 Punkten ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt. Die Institution erreicht damit das Level einer «Best-Practice-Organisation». «Die Anforderungen, um eine gute Bewertung zu bekommen, sind sehr hoch», so Wernli. «Das hatte ich unterschätzt.» Umso erfreulicher für ihn, dass die Pflegimuri auf Anhieb so gut abschnitt.

Es gibt noch Verbesserungspotenzial

Der Bericht zeigt aber auch Optimierungsmöglichkeiten auf, beispielsweise im Bereich der zeitlichen und örtlichen Autonomie der Arbeitnehmer oder bezüglich Unterstützungsmöglichkeiten bei der Betreuung von deren Kindern und anderen Angehörigen. Auch die Regelungen des Mutterschaftsurlaubs und unbezahlten Urlaubs für Väter und Mütter wären laut Bericht ausbaufähig.

«Häufig braucht es den 
Blick von 
aussen, um den eigenen 
Betrieb klarer zu sehen.» Thomas Wernli, Direktor der Pflegimuri

«Mit diesen Resultaten haben wir nun einen Massnahmenplan entwickelt», erklärt Thomas Wernli. Der Fokus liegt auf der Situation von Mitarbeitern zwischen 21 und 49 Jahren. «Sie haben laut Gesetz nur vier Wochen Ferien, dabei sind viele von ihnen Eltern von schulpflichtigen Kindern, die sie während der Schulferien beschäftigen müssen.» Hier wird nun einerseits geprüft, ob ein höherer Ferienanteil möglich ist. Andererseits möchte die Pflegimuri ihre Angestellten bezüglich der Betreuung ihrer Kinder während der Schulferien entlasten.

«Wir suchen die Zusammenarbeit mit der Kita Wichtelburg», so Wernli. Ebenfalls verfolge man die Idee, dass ältere Kinder oder Bewohner für die jüngeren Beschäftigungsprogramme anbieten könnten. Weiter will man bezüglich Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub verschiedene Massnahmen prüfen. «Auch Arbeitseinsätze stundenweise oder abends möchten wir künftig anbieten», betont Wernli.

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