Erster Schritt zur Sanierung der historischen Mauern in Sins

Die Gemeinde will 500000 Franken ins Amtshaus Meienberg investieren, damit auch die Gelder vom Kanton fliessen.

Melanie Burgener
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Das Amtshaus Meienberg soll trotz Sanierung in seiner Bausubstanz erhalten bleiben.

Das Amtshaus Meienberg soll trotz Sanierung in seiner Bausubstanz erhalten bleiben.

Bild: Melanie Burgener

Die Fenster sind undicht und auch das Dach und die Isolation haben eine Renovation dringend nötig. Dass das Amtshaus in Meienberg saniert werden muss, ist schon länger ein Thema. Bereits im Jahr 1991, als es darum ging, den bestehenden Bauernhof Villiger in Meienberg zu erweitern, kam die Idee auf, das Städtchen bei Sins wiederzubeleben und das Amtshaus auf Vordermann zu bringen.

Doch bis heute existieren diese Pläne für das historische Gebäude, an dem noch immer Spuren des Brandes zu sehen sind, verursacht 1386 durch die Eidgenossen, nur in der Theorie. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Bis anhin fehlte schlicht das Geld für eine Sanierung. Das soll sich jetzt endlich ändern. Am 25. November stimmen die Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Sins über einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 500000 Franken als Investitionsbeitrag für die Sanierung des Amtshauses ab.

Und das obwohl das Projekt eigentlich in der Zuständigkeit der 1997 gegründeten Stiftung Städtchen Meienberg liegt. Mit der Übernahme des Hauses von der Gemeinde Sins im Jahr 2011 verpflichtete sich die Stiftung gemäss ihrer Urkunde unter anderem dazu, «die noch vorhandene Bausubstanzen des Städtchens Meienberg zu erhalten, insbesondere die noch vorhandene Stadtbefestigung und das Amtshaus Meienberg», wie es darin geschrieben steht.

Weshalb also soll sich jetzt die Gemeinde an der Umsetzung dieser Anträge beteiligen? «Wir haben verschiedene Institutionen um Geld gebeten. Bei allen hiess es, wenn die Gemeinde nichts zahlt, würden sie auch keinen Betrag leisten. Deshalb müssen wir jetzt diesen Weg gehen», erklärt Josef Huwiler, Gemeindeammann von Sins und Präsident der Stiftung Städtchen Meienberg.

Die Stiftung selbst hat kein Geld für die Sanierung. Im Gegenteil. «Sie hatte hohe Schulden», so Huwiler. Als er Präsident geworden sei, habe er dafür gesorgt, dass diese abgebaut werden. «Sonst erhält man von der Bank keinen Beitrag.»

Gesamtinvestition von rund 2 Millionen Franken

Der Investitionsbeitrag der Gemeinde diene also als Startkapital. Dann werde auch der Kanton, genauer gesagt die Denkmalpflege, Geld beisteuern. Geplant ist, dass das unter Schutz stehende Amtshaus Meienberg in seiner Bausubstanz erhalten bleibt. Zusätzlich sollen Infrastrukturen wie ein Treppenhaus, Zwischenböden, eine Küche und Toiletten eingebaut werden. Die Gesamtinvestition werde rund 2 Millionen Franken betragen. Darin einfliessen sollen die Einnahmen aus dem Verkauf des Villiger-Hauses. Dieses soll abgebrochen und neu zu Wohnungen aufgebaut werden. Für die Sanierung werde dieses Geld aber nicht reichen, erklärt Josef Huwiler.

So seien sie auch in Zukunft weiter auf die Beiträge von Institutionen angewiesen. Denn das Amtshaus zu vermarkten, komme nicht in Frage. «Das ist nicht Sinn und Zweck. Es soll weiterhin für Anlässe wie Kasperlitheater oder den Weihnachtsmarkt zur Verfügung stehen», sagt Huwiler.