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Finanzierungsplan für die Südwestumfahrung steht

An der Gemeindeversammlung vom 6. Juni wird die Vorfinanzierung des Jahrhundertbauwerks mittels Ertragsüberschüssen 2018 bis 2025 beantragt. Gemeinderätin Andrea Moll erläutert die Hintergründe.
Ein Tunnel wird den Kreisel Süd mit der nördlich gelegenen neuen Bachtalbrücke verbinden. (Bild: Maria Schmid (Sins, 22. November 2017))

Ein Tunnel wird den Kreisel Süd mit der nördlich gelegenen neuen Bachtalbrücke verbinden. (Bild: Maria Schmid (Sins, 22. November 2017))

An der kommenden Sommergemeinde werden die Sinser Bürger über die Finanzierung der Südwestumfahrung abstimmen. Vom Gemeinderat vorgeschlagen wird eine Vorfinanzierung mittels der Ertragsüberschüsse der Jahre 2018 bis 2025. Das umfassende Bauwerk, bei dem ein 912 Meter langer Tagbautunnel den Kreisel Süd mit einer ebenfalls neu erstellten Brücke übers Bachtal verbindet, hat zum Ziel, das Dorf Sins von einem Grossteil des Durchgangsverkehrs zu entlasten. Der Bau kostet insgesamt knapp 90 Millionen Franken. Davon trägt der Kanton rund 80 Millionen, 9,8 Millionen Franken muss die Gemeinde aufbringen.

Deren Jahresrechnung 2017 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund einer Million Franken. «Aus heutiger Sicht ist damit zu rechnen, dass es auch in den kommenden Jahren Ertragüberschüsse geben wird», erklärt Gemeinderätin Andrea Moll-Reutercrona. Jedoch ist die Höhe derselben naturgemäss nicht vorhersehbar. Die Ertragsüberschüsse der kommenden Jahre für die Finanzierung der Südwestumfahrung zu verwenden, sei eine sehr gute und effiziente Lösung, betont Moll. «Verwendet man die Ertragsüberschüsse nicht für bereits bewilligte Projekte – was im Fall der Südwestumfahrung zutrifft – gehen sie in den Topf der kumulierten Ergebnisse und dürfen ausschliesslich für die Ausgleichung von künftigen Aufwandüberschüssen verwendet werden.» Die neuen gesetzlichen Vorschriften seien in dieser Frage äusserst streng. Es biete sich nur diese Möglichkeit, Ertragsüberschüsse zweckgebunden für die Finanzierung von Bauprojekten zu nützen. «Wir mussten selbst erst herausfinden, dass das möglich ist.»

Ob damit die gesamte Finanzierung sichergestellt werden kann, wird sich zeigen. «Über die fünf Jahre des obligatorischen Finanzplans sollten wir eine ausgeglichene Rechnung präsentieren können. Aber es gibt immer wieder unvorhergesehene Faktoren, die den Finanzhaushalt beeinflussen können», sagt Moll. Das Bauprojekt selbst jedoch stelle keinen solchen Faktor dar. «Die Kostenbeteiligung der Gemeinde von 9,8 Millionen Franken ist fix. Sollte der Bau unvorhergesehen teurer werden, übernimmt der Kanton die zusätzlichen Kosten vollumfänglich.» Im Jahr 2023 sollte der Bau abgeschlossen sein. Das heisst, dass er ab dem Jahr 2024 abgeschrieben werden kann. Sollte die Realisierung der Südwestumfahrung länger als bis 2025 dauern, müsste bei Bedarf ein erneuter Antrag an die Gemeindeversammlung gestellt werden.

Das Projekt ist auf Kurs

Mit Widerstand rechnet die Finanzverantwortliche der Gemeinde Sins nicht. «Die Bevölkerung hat an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom September 2012 Ja gesagt zu diesem Projekt und den Kredit gesprochen. Nun muss es auch finanziert werden.»

Der Baubeginn für die Vorarbeiten ist laut Auskunft von Erhard Wyss vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau für den kommenden Herbst geplant. «Die Hauptarbeiten beginnen dann im ersten Halbjahr 2019 und sollten bis 2023 abgeschlossen sein.» Damit ist man auf Kurs. «Um die Einschränkungen zu minimieren, werden zuerst der Umfahrungstunnel Letten, die Bachtalbrücke und die beiden Anschlusskreisel gebaut», so Wyss. Mit dem Bau verbunden sind eine Sanierung der Sportanlage Letten sowie die erwähnte Sanierung der Aarauerstrasse. «Letztere gehört zum Projekt Südwestumfahrung und ist in der Kostenbeteiligung der Gemeinde enthalten», so Moll.

Bereits vom Volk genehmigt ist auch die erste Etappe der Erneuerung der Sportanlagen. Diese beinhaltet die Sanierung des unteren Fussballplatzes, der von der Schule genutzt wird. Vorgesehen ist ausserdem die Erneuerung sämtlicher übriger Sportplätze, die durch den Bau der Südwestumfahrung teilweise in Mitleidenschaft gezogen werden und während des Baus nicht genutzt werden können. «Dieses Projekt wird ebenfalls vom Kanton sowie von den Sportvereinen unterstützt», stellt Andrea Moll klar. «Jedoch steht die Höhe der Beiträge noch nicht fest.»

Hinweis

Gemeindeversammlung Mittwoch, 6. Juni, 20 Uhr beim Zen­trum Aettenbühl.

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