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Muri: Die Fremo kann den Büroneubau erstellen

Eine Arbeitsgruppe evaluiert bis Frühling 2019 den festen Standort für die Verwaltungsabteilungen der Gemeinde und für die Regionalpolizei. Vorerst finden sie im Gewerbegebiet Platz.
Eddy Schambron
Die Fremo Interdrink AG kann hier einen Büroneubau erstellen. (Bild: Eddy Schambron, Muri)

Die Fremo Interdrink AG kann hier einen Büroneubau erstellen. (Bild: Eddy Schambron, Muri)

Die Baubewilligung für den geplanten Büroneubau auf dem Areal der Fremo Interdrink AG ist erteilt. Damit kann auch das Provisorium für die Abteilungen Finanzen und Steuern und Soziales sowie für die Regionalpolizei realisiert werden. Die Fremo war schon relativ früh nach der Ablehnung des neuen Verwaltungsgebäudes «Widmen» auf die Gemeinde zugekommen mit dem Angebot, in dem von ihr geplanten Neubau Platz für dieses voraussichtlich für fünf Jahre notwendige Provisorium zu schaffen.

Kritik war im Vorfeld von der FDP Muri aufgekommen. Dieser Neubau sei verkehrstechnisch problematisch erschlossen und werde dereinst die nördliche Eingangspforte von Muri verschandeln, sagte Tobias Knecht, Präsident der FDP Muri gegenüber der «Schweiz am Wochenende». «Eigentlich müsste doch das Fremo-Areal im Zusammenhang mit dem Bahnhofareal planerisch angesehen und beurteilt werden.» Die Partei wünschte, dass der Gemeinderat über die Bücher geht. «Es gibt zentralere Lagen für ein Verwaltungsprovisorium, das auch zu Fuss gut erreichbar wäre», sprach Knecht zum Beispiel das Luwa-Areal an. Einwendungen gegen das Bauvorhaben gingen jedoch bei der Gemeinde keine ein.

Fassadengestaltung überarbeiten

Allerdings beinhaltet nun die Baubewilligung für den Fremo-Neubau unter anderem die Auflage, dass im Zusammenhang mit der kantonalen Denkmalpflege die Fassadengestaltung insbesondere des obersten Stockwerks zu überarbeiten ist. «Es ist für Muri eine Premiere, dass die Denkmalpflege im Gewerbegebiet mitredet», erklärt Gemeinderat Beat Küng. Konkret geht es bei der Auflage darum, den Neubau nicht als eigentlicher Block erscheinen zu lassen.

Wohin nach voraussichtlich fünf Jahren die erwähnten Verwaltungsabteilungen und die Regionalpolizei zügeln werden, ist Gegenstand von Abklärungen. «Wir stehen vor einem Dilemma», fasst Küng zusammen: Einerseits werde gewünscht, dass die Verwaltung nicht aus der Klosteranlage weggeführt und die Schule Kloster nicht ausgelagert werden sollten, andererseits ist so das Platzangebot für eine zentrale Verwaltung im Klosterbezirk zu knapp. Es wird also zwei Verwaltungsstandorte geben.» Der zweite Standort soll «in Gehdistanz zum Kloster» realisiert werden. Nach einer Überprüfung von 19 theoretischen Standorten für die Verwaltung – «wir haben grundsätzlich keine Möglichkeit ausgeklammert» – durch die neunköpfige Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Gemeinderat, Verwaltung und Fachleuten wird jetzt bis Ende Jahr eine Vorauswahl von drei bis vier möglichen Orten vorgenommen. Die Arbeitsgruppe wird diese bezüglich Machbarkeit und Kosten vertieft untersuchen. Im Januar wird ein zweiter Workshop stattfinden, um anhand dieser Erkenntnisse die konkreten Möglichkeiten weiter einzugrenzen. Ziel ist es, bis im Frühjahr 2019 einen überzeugenden Standort zu ermitteln, um an der Sommer-Gemeindeversammlung einen entsprechenden Kreditantrag für das notwendige Beschaffungsverfahren beantragen zu können.

Das Begleitgremium mit rund 30 Personen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und anderen Interessierten sowie Fachleuten unterstützt den Gemeinderat bei wegweisenden Entscheidungen im Planungsprozess. Es nimmt an mehreren Workshops aktiv Stellung zu den jeweiligen Ergebnissen der Arbeitsgruppe. Ausserdem wurde mit der Kohli + Partner Kommunalplan AG aus Wohlen bewusst eine auswärtige Beratung beigezogen.

Auch noch nicht vom Tisch ist die Variante Dauermiete, wie Küng weiter ausführt. Eine solche, wie sie FDP-Präsident Knecht mit dem Hinweis auf das Luwa-Areal ansprach, wird einem Neubau gegenübergestellt. Allerdings habe der Gemeinderat von der Gemeindeversammlung mit der Versenkung des Projekts Widmen den Auftrag erhalten, ein neues vor den Souverän zu bringen. Würde die Dauermiete in einem bestehenden Objekt konkret eine Alternative darstellen, müsste der Gemeinderat «einen entsprechend geänderten Auftrag an der Gemeindeversammlung abholen».

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