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Muri geht gegen Parkiersünder bei der Badi vor

Seit etwas mehr als einem Jahr sind die Parkplätze bei der Badi nicht mehr gratis. Zudem gilt an der Talstrasse ein Parkverbot. Die Bilanz der zuständigen Gemeinderätin fällt «etwas durchzogen» aus.
Rahel Hug
Um wildes Parkieren an der Talstrasse beim Freibad in Muri zu verhindern hat die Gemeinde auf dem Grünstreifen zwischen Gehweg und Strasse Absperrungen bauen lassen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 06.August 2018))

Um wildes Parkieren an der Talstrasse beim Freibad in Muri zu verhindern hat die Gemeinde auf dem Grünstreifen zwischen Gehweg und Strasse Absperrungen bauen lassen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 06.August 2018))

Nach einer Gratis-Stunde kostet der Parkplatz bei der Badi Muri einen Franken pro Stunde. Das gilt nicht für den Abend und das Wochenende: Dann dürfen Autofahrer gratis parkieren. Dieses Regime ist seit Mai 2017 in Kraft. Hintergrund ist die flächendeckende Bewirtschaftung der öffentlichen Parkplätze, die der Gemeinderat letztes Jahr umgesetzt hat.

Neben der Bewirtschaftung der zuvor kostenlosen Parkplätze bei der Badi wurde entlang der Talstrasse ein beidseitiges Parkierungsverbot signalisiert. Doch nicht alle halten sich daran. Damit nicht auf dem Grünstreifen parkiert wird, wurden bereits vor längerer Zeit Holzbarrieren installiert. Die Massnahme hatte aber offenbar nicht die gewünschte Wirkung, wie der «Freiämter» kürzlich berichtete. Um gegen die Falschparkierer vorzugehen, hat die Gemeinde inzwischen weitere Holzpfosten aufgestellt.

Gefährliche Situationen auf der Kantonsstrasse

«Leider gab es Zeiten, da standen extrem viele Autos neben der Kantonsstrasse auf dem kleinen Waldgrasstück», sagt Milly Stöckli, Gemeinderätin und zuständig für die Ressorts Umwelt, Tiefbau und Verkehr. «Dies war extrem gefährlich. Denn wenn man Kind und Kegel mitsamt Badesachen am Strassenrand auslädt, fahren Autos daran vorbei. Die Personen und Kinder stehen dann direkt auf der Kantonsstrasse. Wir sind froh, dass bis jetzt noch nichts passiert ist.» Die SVP-Gemeinderätin ergänzt: «Als die Pfosten am Waldrand gesetzt wurden, gab es Leute, die meinten, wir machen das nur, um unser Kässeli aufzufüllen. Dass es aber vor allem um die Sicherheit ging, kam ihnen nicht in den Sinn.»

Aus diesem Grund fällt die Bilanz nach rund 15 Monaten seit der Einführung der Parkplatzbewirtschaftung bei der Badi «etwas durchzogen» aus, wie Stöckli erklärt. «Weil es immer noch Schlaumeier gibt, die meinen, sie können die Gebühr umgehen, indem sie an den unmöglichsten Orten ihr Auto abstellen.» So beispielsweise zwischen den Steinen beim Buswendeplatz. Die Gemeinderätin betont jedoch: «Es gibt auch ganz viele, die sich einwandfrei verhalten. Denen gebührt ein grosses Lob.» Im Grundsatz, so Milly Stöckli, habe sich das System bei der Badi bewährt. «Es ist verständlich und praktikabel.»

Laut André Stierli, dem Präsidenten der Schwimmbad-Genossenschaft, hat die Umstellung gut funktioniert. «Es hat dieses Jahr weniger Reklamationen gegeben.» Nach dem Aufstellen der Strassenpfosten hätten die Besucher das Parkierungsverbot besser eingehalten. Trotz heissem Badewetter sei die Parkplatzsituation bei der Badi Muri gut, ergänzt Stierli: «Es hat genügend Parkplätze. Diese befinden sich halt etwas weiter weg auf der Nordseite der Badi und man muss einige Minuten bis zum Eingang laufen.»

Die Regionalpolizei Muri hat die Situation bei der Badi im Blick, ist aber laut dem Chef Renato Orsi nicht häufiger vor Ort. «Wo wir patrouillieren, liegt im Ermessen des jeweiligen Mitarbeiters», sagt er. Zur Frage, wie viele Bussen wegen Nicht-Bedienens der Parkuhr oder Falschparkierens bei der Badi ausgesprochen wurden, kann sich Orsi nicht im Detail äussern. Fest steht: Wer die Parkuhr nicht bedient, bezahlt eine Busse von 40 Franken. Wer im Parkverbot sein Auto abstellt, wird ebenfalls mit 40 Franken gebüsst, im Halteverbot muss man mit einer Strafe von 120 Franken rechnen.

Gemeinde baut neue Buswartehäuschen

Im letzten Jahr hat die Gemeinde nicht nur die Bewirtschaftung beim Badi-Parkplatz, sondern bei allen öffentlichen Parkplätzen umgesetzt. Das Konzept funktioniert laut Gemeinderätin Stöckli gut: «Wir sind zufrieden. Da wir ja die erste Stunde nicht verrechnen, zahlen die meisten Parkierer sowieso nichts bis wenig, wenn sie normale Einkäufe tätigen oder auf ein Amt müssen.»

Einige Autos seien auch in die überbauungseigenen Parkhäuser verschwunden und andere hätten eine Halb- oder Ganzjahreskarte gelöst. Stöckli verweist weiter auf die Verwendung der Einnahmen, die die Gemeinde mit der Parkplatzbewirtschaftung generiert. «Mit dem Geld aus dem Parkraumfonds wird jedes Jahr ein Buswartehäuschen gebaut. Fünf solche Buswartehäuschen haben wir bereits und die Wartenden sind jeweils froh, wenn sie sich bei Regen unterstehen können.»

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