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In Muri soll man in Zukunft gerne umsteigen

Der Gemeinderat informierte die Bevölkerung über die Änderungen beim Gestaltungsplan Zentrum Bahnhof. Ab Montag läuft das Mitwirkungsverfahren für den Gestaltungsplan.
Eddy Schambron
Das Bahnhofareal von Muri ist weder bei Tag noch bei Nacht einladend. (Bild: Eddy Schambron)

Das Bahnhofareal von Muri ist weder bei Tag noch bei Nacht einladend. (Bild: Eddy Schambron)

Viel grün, viel Durchlässigkeit, viele Wege: Das heute eher triste Bahnhofareal in Muri soll zu einer lebendigen Begegnungszone mit bequemen Umsteigemöglichkeiten im öffentlichen Verkehr, mit attraktivem Wohnraum und modernen Geschäften werden. Der Gemeinderat hat an einer Informationsveranstaltung zum Gestaltungsplan Zentrum Bahnhof den Fahrplan aufgezeigt: Ab Montag läuft für einen Monat lang das Mitwirkungsverfahren, an dem sich alle beteiligen können. Im vierten Quartal 2019 soll die öffentliche Auflage der Änderungen des Gestaltungsplans sein, 2020 die Rechtskraft erfolgen und anschliessend das Bauprojekt erarbeitet werden.

Einen genehmigten Gestaltungsplan gibt es schon. Allerdings zeigte sich, dass das Richtprojekt gar nicht umsetzbar ist, wie Gemeinderat Beat Küng ausführte. Die Bereiche für die Tiefgarage mit vier Ein- und Ausfahrten sind zu klein, die festgelegte Gebäudehöhe verunmöglichen die Realisierung der geplanten Geschossanzahl, die Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr und dem Langsamverkehr überzeugt nicht. Inzwischen hat die Leuthard Immobilien AG alle Verträge von der vorher engagierten Eicher Generalunternehmung AG übernommen, um das Zentrum Bahnhof zu entwickeln und zu realisieren. Der Gestaltungsplan wurde überarbeitet. In einem Projektteam ist auch die Gemeinde Muri mit Gemeindepräsident Hampi Budmiger und Gemeinderat Beat Küng vertreten. «Unser Ziel war es, eine aktive Rolle bei der Wahrung des öffentlichen Interesses zu spielen», führte Küng aus. Mit der Leuthard AG sitze ein Partner im Boot, der die regionalen Verhältnisse und Bedürfnisse kenne.

Keine einfache Lage

Ein Grossteil des Areals gehört heute der Gemeinde, die Grundstücke werden an die Leuthard Immobilien AG zum Preis von 600 Franken pro Quadratmeter verkauft, wenn die Einwohnergemeindeversammlung zustimmt. Abbruchkosten werden von der Gemeinde weiterverrechnet, wie Budmiger erklärte, alle bisherigen Vorleistungen durch die Leuthard Immobilien AG bezahlt. Demnächst sollen die ersten Liegenschaften aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden, im Herbst folgen die nächsten, 2023 die letzten. Die Planung und Bebauung des Areals ist eine Herausforderung. «Hier haben wir, zwischen Kantonsstrasse und Bahn mit öffentlichen Nutzungen wie den Bushof, keine einfache Lage», verdeutlicht Budmiger.

Die Änderungen des Gestaltungsplans bringen wesentliche Anpassungen mit sich. So wird es nur noch eine Tiefgarage mit nur noch einer Ein- und Ausfahrt geben. Die Gebäudehöhen werden so anpasst, dass Spielraum für nutzungsgerechte Geschosshöhen gegeben ist. Die Verkehrsführung auf der Bahnhofstrasse wird als Einbahn gestaltet, die Bedürfnisse des öffentlichen und Langsamverkehrs werden berücksichtigt. Nach einer Verbreiterung und Sanierung der Unterführung Egg wird diese neu auch für den Fahrradverkehr zugelassen. An der Bahnhofstrasse sind nur noch Haltestellen für zwei Gelenk- und zwei Normalbusse vorgesehen, die übrigen Bushaltekanten sind im Areal Brühl angedacht mit dem Nebeneffekt, dass diese Busse nicht mehr den Kreisel befahren müssten. Schliesslich müsse, wie Dieter Greber von der Leuthard Immobilien AG ausführte, im Rahmen des Bauprojekts dem Schallschutz Rechnung getragen und die Wohnungsgrundrisse optimiert werden. Messungen vor Ort haben ergeben, dass die Gebäude elastisch gelagert werden müssen, damit Erschütterungen bei Zugsvorbeifahrten die Wohnqualität nicht beeinträchtigen.

Bedeutend für die Öffentlichkeit wird auch sein, wie die Freiräume ausgestaltet sind. Nach einer Konzeptidee der freiraumarchitektur GmbH, Luzern, wird der Klosterpark sozusagen in das Bahnhofareal weitergezogen. «Auf verschiedenen Wegen können sich alle durch das Areal bewegen», erklärte Didier Lindegger. Gewünscht wäre ein direkter Zugang über die Aarauerstrasse in den Klosterpark. Die Bahnhofplätze Nord und Süd werden zu Begegnungsstätten. Gartenanlagen und Innenhöfe sorgen für ein gutes Wohnklima und eine einladende Umgebung.

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