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Historisches Gebäude in Boswil wird wieder erweckt

Das über 300-jährige, denkmalgeschützte Sigristenhaus, das zum Künstlerhaus Boswil gehört, wird für fast 5,4 Millionen Franken zum «Haus der Musik» ausgebaut. Es entstehen Gästezimmer, Musiksäle und Büros.
Cornelia Bisch
Dank grosszügiger Verglasung werden helle Musiksäle entstehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Dank grosszügiger Verglasung werden helle Musiksäle entstehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Nach dem sehr gelungenen Anbau des verglasten Foyers an die alte Kirche 2017 nimmt die Stiftung Künstlerhaus Boswil nun das nächste Grossprojekt im Umfang von knapp 5,4 Millionen Franken in Angriff: die Sanierung und den Ausbau des Sigristenhauses.

Das über 300 Jahre alte, prächtige Holzhaus mit steilem Satteldach wurde der Stiftung 2008 vom Kanton Aargau geschenkt. Das Gebäude, an dem im Laufe der Zeit mehrere Um- und Anbauten vorgenommen worden sind, besteht aus einem Wohntrakt sowie einem Tenn mit Stall. Der Glasmaler Albert Rajsek, einer der Gründerväter des Künstlerhauses, nutzte es jahrzehntelang als Wohnhaus und Atelier. Seit 1979 steht das Gebäude unter kantonalem Denkmalschutz.

Proberäume für die Jungmusiker

Anlässlich eines Architekturwettbewerbs für die Sanierung und Modernisierung des Sigristenhauses ging das Projekt der Zürcher Architekten Gian Salis, die bereits das Foyer gestaltet hatten, als Sieger hervor. Gemeinsam mit der Denkmalpflege wurden die Pläne weiterentwickelt. An der gestrigen Medienorientierung wurde das Grossprojekt vorgestellt. Herzstück sind zwei Musiksäle, die den Dachstock des Gebäudes einnehmen und sich bis zum Dachfirst erstrecken. Dank grosszügiger Verglasung profitieren die beiden Räume von viel Tageslicht und bieten weite Aus- und Durchblicke in die sanfte Landschaft der Bünzebene. Holzlamellen brechen die weite Glasoptik und betonen den ländlichen Charakter des Hauses.

Die Säle werden vor allem vom Jugendorchester Freiamt und vom Jugend-Sinfonieorchester Aargau, die unter der Schirmherrschaft des Künstlerhauses stehen, genutzt werden, sollen aber auch den Gästen des Künstlerhauses als Proberäume dienen. Im Obergeschoss sind sieben moderne Schlafzimmer mit Bad für die Gastmusiker geplant. Die geringe Höhe der Zimmer sowie das dominierende Material Holz nehmen den Bauernhauscharakter des historischen Gebäudes auf. «Wir werden so viel vom ursprünglichen Holz erhalten wie möglich», so Architekt Gian Salis. Neues Fichtenholz wird als Ersatz verbaut. Auch die Original-Hochstudkonstruktion wird weitgehend sichtbar erhalten bleiben. Gedämmt wird von innen, sodass die äussere Fassade so weit wie möglich unverändert bleibt.

Grosszügiges Treppenhaus mit Lift

Im Erdgeschoss werden Büros, Sitzungszimmer, das Archiv, eine Werkstatt und das Lager untergebracht. Im ehemaligen Tenn wird ein grosszügiges Treppenhaus mit Lift gebaut, das sich einem Lichthof gleich durch das gesamte Gebäude erstreckt und von Dachfenstern mit Tageslicht versorgt wird. Dabei entsteht auch ein ansprechender Empfangsbereich im Erdgeschoss.

«Ziel war es, das ganze Areal als Gesamtkonzept zu vereinen», erklärte Geschäftsführer Michael Schneider. Deshalb wurde bewusst auf eine Küche verzichtet. Verpflegt wird man im Pfarrhaus. Die Gärten werden mit Durchgängen verbunden, und es entstehen Spiel- und Rastplätze. Die Eröffnung soll in der ersten Jahreshälfte 2020 erfolgen.

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