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Im röhrenden Amischlitten
ging in Muri die Post ab

Am Sonntag fand wiederum eine Sternenfahrt für Kinder und Familien in schwierigen Lebensumständen statt. Diesmal wurden die Veranstalter förmlich überrannt.
Cornelia Bisch
Besonders beliebt an diesem sonnigen Ausflugstag sind die Cabriolets. (Bild: PD)

Besonders beliebt an diesem sonnigen Ausflugstag sind die Cabriolets. (Bild: PD)

«Dieses Jahr kamen die Anmeldungen fast explosionsartig herein», erzählt Ursi Brüllhardt, die neue PR-Verantwortliche der Interessengemeinschaft «Sternenfahrt - V8 hilft Kindern». Seit drei Jahren veranstaltet die Gemeinschaft jährlich zwei Ausfahrten mit brummenden amerikanischen Autos für Kinder und Familien aus schwierigen Verhältnissen. Es sind dies vor allem Familien mit unheilbar kranken oder behinderten Kindern sowie solche in schwierigen finanziellen Verhältnissen.

Am Sonntag ging die fünfte Fahrt mit 145 Teilnehmern und Fahrern sowie deren 50 Fahrzeugen über die Bühne. In zwei Konvois à 25 Wagen führte die Reise von Muri über Buttwil, nach Schenkon und Oberkirch, wo man gemeinsam in einem Restaurant tafelte, um frisch gestärkt die Nachmittagsstrecke über St. Erhard, Reitnau, Holziken nach Triengen anzutreten

Fahrer bieten den vollen Service

«Die Fahrer holen die Familien jeweils zu Hause ab und bringen sie zum Treffpunkt nach Muri», erzählt Brüllhardt. Im Vorfeld ist das siebenköpfige OK stark damit gefordert, sämtliche Fahrten zu koordinieren. «Wir klären auch ab, welche Hilfsmittel wie beispielsweise Rollstühle oder Atemgeräte mitgeführt werden müssen.» Denn nicht alle Fahrzeuge sind dafür geeignet.

Am Treffpunkt selbst kann das Auto nochmals gewechselt werden, ebenso wie nach dem Mittagessen. «An diesem sonnigen Tag waren die Cabriolets am beliebtesten», berichtet Brüllhardt lachend. «Auch Wagen der Marke Chevrolet Camaro, welche die Kinder aus dem Film Transformers kennen, waren heiss begehrt.» Streit hätte es deswegen aber nicht gegeben. «Die Kinder haben das unter sich ausgemacht und abgewechselt.»

Jeder Teilnehmer erhielt ein spezielles Sternenfahrt-T-Shirt und ab ging es auf die Reise. «Am Zielort durften sich die jungen Fahrgäste auch ein schönes grosses Modellauto als Erinnerung an den schönen Ausflug aussuchen.» Beide Geschenke werden der Organisation von Sponsoren gespendet. «Wir arbeiten alle ehrenamtlich und sind auf Spenden vor allem für die Mittagsverpflegung angewiesen», betont Brüllhardt. Der grosse Andrang freute und forderte die Interessengemeinschaft gleichermassen. «Wir kamen an unsere Kapazitätsgrenzen», gesteht Ursula Brüllhardt. «Wir sind sehr bemüht, alle Familien zu berücksichtigen. Aber dieses Jahr mussten wir einige auf die Warteliste setzen.» Es komme immer wieder vor, dass es einem angemeldeten Kind am Ausflugstag zu schlecht gehe, um mitfahren zu können. Dann greife man auf die Warteliste zurück.

Rührende Szenen

Nachdem in den letzten Jahren die Anlässe nicht voll ausgelastet waren, rührte die IG auf Automessen die Werbetrommel. «Wir arbeiten auch eng mit karitativen Organisationen wie Sterntaler, Sternschnuppe und neu auch der Wunderlampe zusammen.» Diese vermitteln dann Familien, die gerne teilnehmen würden.

«Es war ein unglaublicher Tag. Die Kinder sind richtig aufgeblüht», erzählt Ursula Brüllhardt bewegt. «Wenn man ihre Freude sieht, geht einem das Herz auf und man ist stolz, dabei sein zu können.» Auch die Familien würden sich gegenseitig unterstützen. «Eines der Kinder benötigte ein spezielles Hilfsmittel, das beim Packen irgendwie vergessen gegangen war. Da half die Mutter eines anderen Kindes mit demselben Problem ganz unkompliziert aus.» Ein kleiner Junge habe sich eindringlich bei seiner Mutter erkundigt, ob das geschenkte Modellauto auch ganz sicher in seinem Zimmer aufgestellte werden würde.

Solche Szenen gehen den harten Kerlen mit den starken US Cars unter die Haut. Es entsteht Nähe zwischen den Fahrern und ihren Gästen, sodass manche gar nie das Gefährt wechseln wollen. Viele der Familien nahmen bereits zum wiederholten Mal teil. Ein willkommenes Highlight in ihrem oft schweren Alltag.

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