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Muri: Schilfgras sorgt für Leckerbissen

Aus 16 Nationen reisen die besten Oboisten und Fagottisten an, um sich vom 22. bis 28. April am Festival The Muri Competition im klingenden Wettbewerb zu messen.
Christian Breitschmid
Das Organisationstrio Renato Bizzotto (links), Jolanda Covo und Peter Müller präsentiert erstmals Maskottchen des Festivals The Muri Competition. (Bild: Christian Breitschmid)

Das Organisationstrio Renato Bizzotto (links), Jolanda Covo und Peter Müller präsentiert erstmals Maskottchen des Festivals The Muri Competition. (Bild: Christian Breitschmid)

Pfahlrohr heisst es auf Deutsch, das schnellwüchsige Schilfgras Arundo Donax, aus dessen getrockneten Stängeln man die Doppelrohrblätter für Oboen und Fagotte schnitzt. 75 junge Meister auf diesen Instrumenten treffen sich vom 22. bis 28. April in Muri, um sich im Rahmen des Festivals The Muri Competition im musikalischen Wettstreit zu messen. Nach nur zwei Durchführungen, 2013 und 2016, ist der vom Murianer Oboisten Renato Bizzotto initiierte Wettbewerb bereits zum festen Bestandteil des internationalen klassischen Festivalkalenders geworden.

Aus 16 Nationen reisen die Musiker an, um sich vor der je siebenköpfigen Oboen- respektive Fagottjury zu präsentieren. Die Vorspiele der Runden 1 und 2, am Montag, Dienstag und Donnerstag, sind öffentlich, der Eintritt ist frei. Plätze für das Halbfinale am Samstag und das Finale am Sonntag sind über die Website www.the-muri-competition.ch direkt zu buchen. Da sind auch alle Angaben zum Programm, zu Zeiten und Orten einsehbar.

Das ehrenamtliche Organisationskomitee mit seinen rund 60 freiwilligen Helfern hat es einmal mehr geschafft, einen hochstehenden Wettbewerb in geradezu familiärer Atmosphäre auf die Beine zu stellen. Die jungen Musiker finden dabei Unterkunft in privaten Haushalten, wo sie von ihren Gastfamilien bestens betreut werden.

Erstmals Übertragung via Livestream

Neben den eigentlichen Wettbewerbsvorträgen locken auch das Rahmenprogramm und die Fachausstellung (siehe Box) alle Freunde des doppelten Rohrblatts in die heiligen Hallen des Klosters Muri. Von speziellem Interesse dürfte der Meisterkurs mit dem französischen Jazz-Oboisten Jean-Luc Fillon sein. Aber auch das Konzert des Bläserensembles Zefiro, das ausschliesslich auf alten Instrumenten spielt, dürfte ein Leckerbissen für die Ohren werden. Ganz zu schweigen vom Ländlerabend im heimeligen Chalet auf dem Pausenplatz.

Das Preisgeld der Muri Competition wird dieses Jahr in Tranchen zu 45 000, 20 000 und 10 000 Franken ausbezahlt. So bleiben noch je 3000 Franken für alle, die das Halbfinale erreicht haben. Zudem erhalten alle Finalisten und Sponsoren das von der italienischen Künstlerin Vittoria Danzi in Einzelanfertigung geschaffene Maskottchen der Muri Competition. Es sind Figürchen aus Pfahlrohr, die entweder Fagott oder Oboe spielen. Halbfinale und Finale können dieses Jahr als Livestream via Website oder Facebook mitverfolgt werden.

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