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«S’Eis» in Sins scheitert an Geld und Aufwand

Das Kunsteisfeld in Sins, das im letzten Winter unter dem Titel «S’Eis» für viel Vergnügen sorgte, wird wohl eine einmalige Sache bleiben.
Eddy Chambron
Das Kunsteisfeld in Sins zog letzten Winter viele Schlittschuhbegeisterte an. Bild: Stefan Kaiser (6. Januar 2018)

Das Kunsteisfeld in Sins zog letzten Winter viele Schlittschuhbegeisterte an. Bild: Stefan Kaiser (6. Januar 2018)

Was das Sinser Lokalblatt «Anzeiger für das Oberfreiamt» bereits im März angetönt hat, ist jetzt definitiv: «S’Eis», das Kunsteisfeld beim Tennisplatz Bachtal, wird es diesen Winter nicht geben. «Die Wahrscheinlichkeit, genügend Personal für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu finden und die benötigte Sponsoren-Summe zu erreichen, ist klein», teilt der Gemeinderat mit. Daher sei das Organisationskomitee zum Schluss gekommen, dass es nicht möglich ist, mit den notwendigen finanziellen Mitteln ein selbsttragendes Projekt zu lancieren. «Deshalb wird es leider vorderhand bei diesem einmaligen Projekt bleiben müssen.»

Die Gemeinde hatte zusammen mit der Schule und vielen Beteiligten im letzten Winter das Projekt «S’Eis» lanciert und durchgeführt. Vom ersten Adventswochenende bis vor den Sportferien war beim Tennisplatz Bachtal in Sins ein 450 Quadratmeter grosses synthetisches Eisfeld für die gesamte Bevölkerung geöffnet. Das Projekt kam gut an, das Eisfeld wurde gerne genutzt. Weiter konnte «S’Eis» von Vereinen, Firmen oder Gruppen gemietet werden, was ebenfalls rege genutzt wurde. Es gab verschiedene öffentliche Events – der Gemeinderat erinnert an Singing on S’EIS, froheS’EISlaufen, EVZ-Kids-Training mit Autogrammstunde oder eine Eisdisco. «S’Eis’ sorgte für einen romantischen Winterzauber im Oberfreiamt, bot einen Treffpunkt für Jung und Alt, war ein winterlicher Ausgangs- und Ausflugsort, ein Anbieter von Sport- und Eventmöglichkeiten und ein positives Gesprächsthema in der Winterzeit», fasst der Gemeinderat zusammen.

Betreut wurde das Eisfeld, das fast 1500 Eintritte verzeichnete, hauptsächlich von Lehrpersonen und Schülern der Schule Sins. So kamen rund 680 von Freiwilligen geleistete Arbeitsstunden zusammen, wie einem auf www.s-eis.ch verlinkten Bericht des Lokalblatts zu entnehmen ist. «S’Eis» beruhte auf Ehrenamtlichkeit und wurde von der Oberstufe mitgestaltet. Für die Organisation war ein OK aus Schule, Gemeinde und Wirtschaft zuständig.

Hohe Defizitgarantie wäre nötig

Berechnungen auf zehn Jahre hinaus zeigten, dass ein jährlicher Betrieb eines Eisfelds (Kauf des Feldes) nur mit einer jährlichen Defizitgarantie von mindestens 25 000 bis 30 000 Franken durch die Gemeinde möglich wäre. Dabei würde ein zinsloses Darlehen vorausgesetzt. Zudem wären noch keine Amortisationen eingerechnet, dafür eine ehrenamtliche Mitarbeit zwingend. Deshalb wurde der Schluss gezogen, das Projekt vorläufig stillzulegen.

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