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Boswil: Verein lässt Weiher entschlammen

Im Laufe der Zeit sind die Weiher im Feldenmoos stark verlandet. Nun schafft der Fischerverein Abhilfe. Zum Einsatz kommt ein Spezialgerät.
Ein Naturidyll: Die Weiher im Feldenmoos. (Bild: PD)

Ein Naturidyll: Die Weiher im Feldenmoos. (Bild: PD)

Die Weiher im Feldenmoos nahe Unterniesenberg in Boswil sind ein beliebtes Naherholungsgebiet. Im Laufe der Jahre sind die Gewässer aber durch abgelagerte Sedimente und Anhäufungen von organischem Material immer mehr verlandet. Das Problem hat der Fischerverein Boswil erkannt und als Jubiläumsprojekt – der Verein feiert heuer sein 40-jähriges Bestehen – eine Weiher-Entschlammung geplant. Der Fischerverein Boswil ist Pächter der Fischenz und der Weiheranlagen.

Wie der Vereinspräsident Thomas Guggisberg erklärt, habe man handeln wollen, bevor es zu einem Fischsterben komme. «Weniger Wasser bedeutet weniger Sauerstoff, was für die Fische, aber auch für die Kröten und Frösche problematisch werden kann.» Die Idee habe man schon länger diskutiert und jetzt im Jubiläumsjahr beschlossen, sie in die Tat umzusetzen.

Spezialfirma wurde beauftragt

Die Arbeiten für die Entschlammung werden laut Guggisberg Anfang September, frühestens kommende Woche starten. Für das Vorhaben wurde die Spezialfirma Aquamarine Technologies aus Rümlang beauftragt, mittels eines manuell gesteuerten amphibischen Saugbaggers eine Entschlammung durchzuführen. «Rund 2300 Kubikmeter Schlamm-/Wassergemisch werden vom Grund abgesaugt und an Land gepumpt», heisst es in der Mitteilung des Fischervereins zum Projekt. Dort wird dem Gemisch ein organisches Flockungsmittel beigefügt, wodurch die Trennung der Schlammpartikel vom Wasser ausgelöst wird. Danach gelangt das Gemisch in so genannte Geotubes, Entwässerungskissen mit einer speziellen Gewebetextur, wo das klare, vom Schlamm getrennte Wasser durch die Poren hindurch abfliessen und wieder in den Weiher geleitet werden kann. Nach einer Trocknungszeit von einigen Wochen können die Feststoffe schliesslich abtransportiert werden. «Im Gegensatz zur konventionellen Sanierungsmethode, welche ein komplettes Auspumpen und Trockenlegen des Weihers bedingen würde, wird mit der sanften Sanierung die Fauna bestmöglichst geschont», schreibt der Verein.

Die Kosten für die Entschlammung übernimmt die Ortsbürgergemeinde als Besitzerin der Weiher. Die Versammlung hat im Juni einen Verpflichtungskredit von 240 000 Franken für die Sanierungsmassnahme gesprochen. Damit könne «das idyllische Naherholungsgebiet der Region und das Juwel auf dem Gemeindegebiet von Boswil auch für die Zukunft erhalten bleiben», so der Fischerverein.

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