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Vision 2021: Muri auf dem Weg zur Smart City

Die Freiämter Gemeinde hat ihr Leitbild für die kommende Legislatur vorgestellt. In den Legislaturzielen hat sie auch die Wünsche der Bevölkerung berücksichtigt.
Christian Tschümperlin
Das neue Leitbild wird das Gesicht des Klosterdorfes während der nächsten Legislatur verändern. (Bild: Cornelia Bisch (Muri, 5. August 2018))

Das neue Leitbild wird das Gesicht des Klosterdorfes während der nächsten Legislatur verändern. (Bild: Cornelia Bisch (Muri, 5. August 2018))

Bei einem Informationsabend haben Gemeindepräsident Hans-Peter Budmiger und seine Ratskollegen vor Parteipräsidenten, Einwohnern und Pressevertretern das Legislaturprogramm bis 2021 vorgestellt. In den Fahrplan der Gemeinde flossen auch Anliegen aus der Bevölkerung ein. Diese hatte im vergangenen September bei einer «Denkwerkstatt» die Gelegenheit erhalten, ihre Wünsche einzubringen (die Zuger Zeitung berichtete). Dabei war deutlich geworden, dass die Murianer den dörflichen Charakter ihrer Gemeinde beibehalten wollen. Dies stellt angesichts der wachsenden Bevölkerung eine Herausforderung dar.

Der Gemeinderat trägt dem Bedürfnis nun Rechnung mit vier von zwölf Legislaturzielen. So ist er bestrebt, die neue Bau- und Nutzungsordnung so umzusetzen, dass sie eine nachhaltige Bautätigkeit gewährleistet. Ein besonderes Augenmerk gilt dem Bahnhofareal und dem Areal Brühl. «Wie viel gebaut wird, können wir nicht beeinflussen, aber wie gebaut wird», sagte Gemeinderat Beat Küng.

Weiter soll der Langsamverkehr gefördert werden mit Fuss- und Radwegen. Im Fokus stehen sichere Velowege Richtung Bahnhof, zur Querung des Bahnhofareals und zu den Schulhäusern. Daneben laden Plätze zum Verweilen ein. Wichtig ist dem Gemeinderat auch die Förderung der Kultur, immerhin steht das Legislaturprogramm unter dem Leitsatz «Leben mit Kultur». Der Gemeinderat gedenkt das Vereinsleben mit infrastrukturellen Projekten zu unterstützen.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz fördern

Das zweite grosse Thema des Abends war die Realisierung eines Smart-City-Konzeptes. «Obwohl der Begriff City vorkommt, heisst das nicht, dass wir zur Stadt werden wollen. Es heisst, dass wir ganzheitlich denken wollen und modern in die Zukunft gehen», sagte der parteilose Gemeindepräsident. Träger dieser Entwicklung sollen die Digitalisierung und andere innovative Wege sein, etwa die kommunale Umsetzung der Energiestrategie 2050. In enger Absprache mit der Energie Freiamt AG (EFA), dessen Mehrheitsaktionärin die Gemeinde Muri ist, sollen erneuerbare Energien und Energieeffizienz gefördert werden.

«Es geht in einer Smart City auch darum, wie wir im täglichen Leben effizienter unterwegs sein können» sagt Budmiger. Er denkt dabei beispielsweise an Elektrovelos. Aber auch Abfallvermeidung und Recycling werden ein Thema sein. «Wir haben uns sehr ambitionierte Ziele gesetzt», stellt er fest. Und: «Wir werden kaum alle Legislaturziele zur vollsten Zufriedenheit aller erfüllen können.» Es gehe im Leitbild mehr um eine Stossrichtung. Auf die Frage, ob die Gemeinde ein Energielabel anstrebe, sagt Budmiger: «Vor zwei Jahren hätte ich zu einem Energielabel noch nein gesagt.» Heute könne sich der Gemeinderat eine Zertifizierung vorstellen, sofern sich diese bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 als hilfreich erweise.

Bildungs- und Sozialwesen werden nicht erwähnt

Keine Erwähnung im Legislaturprogramm finden das Bildungs- oder Sozialwesen. «Das sind auch wichtige Themen», so der Gemeindepräsident. Aber der Fokus der Strategie liege auf Themen, bei denen der Druck heute gross sei und Veränderungen stattfinden müssten.

Eine Anhebung des Steuerfusses kommt für die Gemeinde nicht in Frage. Die Verschuldung pro Kopf liegt heute in Muri bei 450 Franken. Vor vier Jahren hat diese noch 1 300 Franken betragen. Im neuen Leitbild hat die Gemeinde die Schuldenlimite von 2 000 auf 3 000 Franken pro Kopf angehoben. Für alle Fälle.

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