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Präsident der Volkshochschule: «Wir motivieren vermehrt Männer»

Die Volkshochschule Oberes Freiamt erfindet ihr Angebot auch nach 40 Jahren immer wieder neu. Der Präsident Peter Hauser nennt die nächsten Herausforderungen.
Interview: Raphael Biermayr

Peter Hauser ist seit drei Jahren Präsident der Volkshochschule Oberes Freiamt (VHSOF). Darüber hinaus steht der Aristauer allen elf Volkshochschulen im Kanton Aargau vor. Diese Institutionen organisieren kostenpflichtige Kurse und Vorträge in der jeweiligen Gegend sowie Exkursionen. Die als innovativ geltende VHSOF hat neuerdings von Sprachlehrern begleitete Reisen im Angebot.

Am 25. August wird man aber in der Nähe bleiben: Dann feiert die Schule nämlich im Dachsaal der Pflegi Muri ihr 40-jähriges Bestehen. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung (ab 16 Uhr) beginnt gegen 17 Uhr der jedermann zugängliche Festakt.

Peter Hauser, aus unserem Zeitungsarchiv geht hervor, dass 1993/94 die drei bestbesuchten Kurse der VHSOF ein Ballett-Workshop sowie je ein Vortrag zum Thema «Islamischer Fundamentalismus» und «Lernen mit Freude» waren. Wie sieht die Bestenliste der Saison 2017/18 aus?

Bei Vorträgen von bekannten Personen wie Schriftstellern oder Fernsehredakteuren waren die Lokale voll. Und auch kritische Themen wie etwa Zucker in Lebensmitteln sind immer gut besucht. Auf besonders grossen Anklang stiess in der letzten Saison zudem ein Esoterik-Seminar des früheren Hirten Köbi Meile, der heute unter anderem Handauflegen macht.

Sie erwähnen im Programmheft zur bevorstehenden Saison, dass die VHSOF wegen der grossen Nachfrage mehr Kurse für Männer anbieten würde. Was ist darunter zu verstehen?

Grillkurse zum Beispiel, oder das Angebot «Wie halte ich meinen Oldtimer in Schuss?» sowie einige andere. Wie an allen Volkshochschulen gibt es auch im Freiamt mehr Frauen als Männer, die Kurse besuchen. Dem wollen wir entgegenwirken, wir motivieren vermehrt Männer, unsere Kurse zu besuchen. Bei IT-Kursen ist uns das bereits gelungen, denn früher wurden die fast nur von Seniorinnen besucht.

Beim 20-Jahr-Jubiläum waren 75 Prozent aller Kursteilnehmer Frauen. Ist das immer noch so?

Nein, wir verzeichnen eine starke Zunahme an männlichen Teilnehmern – das Verhältnis liegt heute etwa bei 60 zu 40.

Wie bestehen die Angebote der VHSOF im digitalen Zeitalter?

Unser kleines IT-Team im Freiamt hat eine Applikations-Suite entwickelt, die mittlerweile von allen Volkshochschulen im Aargau genutzt wird. Rund 70 Prozent der Kursbuchungen im Freiamt finden online und über Smartphones oder Tablets statt. Die Tatsache, dass die meisten Teilnehmer im Alter von 55 Jahren plus sind, zeigt, dass die Älteren mit der heutigen Zeit Schritt halten.

Das heisst, die VHSOF richtet sich eher an Senioren?

Es ist Tatsache, dass die 55- bis 75-Jährigen den grössten Teil der Teilnehmer ausmachen. Aber wir verzeichnen immer mehr jüngere Kursbesucher – Teilzeitarbeiter etwa.

Der Vorstand der Schule besteht aus Freiwilligen. Kennt auch die VHSOF das weitverbreitete Problem, Ehrenamtliche zu finden?

Da kann ich ehrlich sagen: Nein, dieses Problem kennen wir glücklicherweise nicht. Vielleicht liegt das daran, dass wir Frühpensionierte frühzeitig angehen.

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