FREIENBACH: Gemeinde muss den Gürtel enger schnallen

Freienbach spürt die Finanzkrise dramatisch. 2008 brechen die Firmensteuern um 40 Prozent ein, 2009 um 17 und 2010 um 45 Prozent.

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Das Budget 2010 zu erstellen sei um einiges schwieriger gewesen als in den letzten Jahren, sagte Gemeinderätin Claudia Räber vor der Presse. Eines sei klar: «Freienbach wird den Gürtel enger schnallen müssen.»

Die Steuereinnahmen der Firmen gehen 2010 zum dritten Mal in Folge zurück. Nachdem die Wirtschaftskrise die Gemeinde hart getroffen hat, schlägt 2010 das neue kantonale Steuergesetz negativ zu Buche. Es entlastet die juristischen Personen massiv. Freienbach verliert nochmals 4 Millionen Franken. Gesamthaft rechnet das Budget 2010 mit einem Defizit von knapp 13 Millionen Franken.

5 Millionen Defizit im laufenden Jahr
Das laufende Jahr wird ebenfalls mit einem Minus abschliessen. Räber rechnet derzeit mit rund 5 Millionen Defizit. Budgetiert gewesen waren 765'000 Franken.

Der Gesamtaufwand steigt um 3,4 Millionen Franken. Dies ist auf die höheren Beiträge Freienbachs in den kantonalen Finanzausgleich zurückzuführen. 10,5 Millionen Franken liefert die Gemeinde 2010 ab, im laufenden Jahr waren es «nur» 6,9 Millionen. Der Gemeinderat will den Steuerfuss dennoch einstweilen auf den derzeitigen 70 Prozent belassen. Das Budget 2010 ist geprägt durch vertretbare Sparmassnahmen ohne eigentlichen Leistungsabbau, wie Claudia Räber erklärte.

Elvira Jäger/ZSZ