FREIENBACH: Kosten sparen dank besserer Prävention

Die Gemeinde Freienbach lanciert im Januar 2009 das Projekt «Gesund ins Alter». Es ist das erste Projekt dieser Art im Kanton Schwyz.

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Die Macher (von links): Ruth Eberhard, Franz Merlé, Gabi Glaser, Sibylla Felber, Andrea Kunz und Bruno Schuler. (Bild Marc Ulrich/Neue SZ)

Die Macher (von links): Ruth Eberhard, Franz Merlé, Gabi Glaser, Sibylla Felber, Andrea Kunz und Bruno Schuler. (Bild Marc Ulrich/Neue SZ)

«Prävention und Gesundheitsförderung haben im Moment wenig Priorität», sagt Sibylla Felber, Projektleiterin und Altersbeauftragte der Gemeinde Freienbach. «Ältere Leute werden erst betreut, wenn sie krank und nicht mehr selbstständig sind.» Die Projektgruppe will laut Mitteilung den Eintritt ins Pflegeheim vermeiden oder hinauszögern.

Das Projekt basiert auf einem von der Universität Bern angebotenen Gesundheitsprofil-Verfahren. Im Januar erhalten alle 70-jährigen Einwohner der Gemeinde Freienbach einen Brief, der sie über das Projekt informiert und sie zur Teilnahme einlädt. Willigen sie ein, füllen sie zuerst den Fragebogen aus, der sie unter anderem über ihre Schmerzen, die Sehfähigkeit, das Gedächtnis, die körperlichen Aktivitäten und die Ernährung befragt.

Durch Hausbesuche gesundheitsbewusster und selbstständiger
Der Fragebogen wird ausgewertet und daraus ein vierseitiger Gesundheitsbericht erstellt. Die Leute erhalten ihren Bericht, ebenso der jeweilige Hausarzt. Auf Wunsch erhalten die älteren Leute danach zwei bis drei präventive Hausbesuche pro Jahr von Gesundheitsberatern. Pro Jahr finden zudem drei Gruppenveranstaltungen zu den Themen Ernährung, Bewegung und Soziales statt.

Franz Merlé, Gemeinderat, ist vom 47'000-Franken-Projekt überzeugt: «An verschiedenen Orten der Schweiz werden heute erfolgreich präventive Hausbesuche durchgeführt.» Man habe gemerkt, dass ältere Menschen dadurch gesundheitsbewusster leben, länger selbstständig bleiben und später oder nie pflegebedürftig würden. Merlé glaubt auch, dass das Budget im Dezember vom Gemeinderat bewilligt wird.

Marc Ulrich

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Schwyzer Zeitung.