FREIENBACH: Prix Courage für jungen Lebensretter

Ein 22-jähriger Mann ist mit dem diesjährigen Prix Courage ausgezeichnet worden. Der «Beobachter» gratuliert ihm so zu seiner heldenhaften Tat auf einem Ausserschwyzer Bahnübergang.

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Der Gewinner Adrian Roggensinger an dem Bahnübergang in Freienbach, wo ohne sein heldenhaftes Eingreifen ein Unglück passiert wäre. (Bild: Screenshot youtube.com)

Der Gewinner Adrian Roggensinger an dem Bahnübergang in Freienbach, wo ohne sein heldenhaftes Eingreifen ein Unglück passiert wäre. (Bild: Screenshot youtube.com)

Der Postangestellte Adrian Roggensinger aus Murg SG erhielt die mit 15 000 Franken dotierte Auszeichnung, weil er in letzter Minute eine 81-jährige Frau vor einem herannahenden Zug gerettet hatte.

Roggensinger war in Freienbach mit seinem Lieferwagen zu einem Bahnübergang gefahren, bei dem die Barriere schon geschlossen war. Auf dem Gleis sah er eine betagte Frau hilflos liegen. Die 81-Jährige hatte bei offener Barriere das Bahntrassee überqueren wollen, war mit dem Rollator hängen geblieben, gestürzt und benommen liegengeblieben.

Roggensinger sprang aus dem Auto und vermochte die Frau in letzter Sekunde von den Schienen wegzuzerren, dann brauste auch schon der Zug durch.

Gemäss einer Mitteilung zur Preisvergabe vom Freitagabend in Zürich würdigte «Beobachter«-Chefredaktor Andres Büchi den jungen Retter als einen «Mann, der nie davon träumte, ein Held zu werden, aber im entscheidenden Moment das tat, was einen Helden ausmacht».

Erstmals verlieh der «Beobachter» einen Jugend-Prix-Courage. Diesen erhielten die beiden Mädchen für ihr entschlossenen und richtiges Reagieren in einer schwierigen Situation: Sie bemerkten, dass eine Schülerin der 1. Sekundarklasse gemobbt und ausgestossen wurde und schliesslich Suizidgedanken äusserte.

Umgehend wandten sie sich an die Präventionsstelle der Schule, wurden von dieser gecoacht und kümmerten sich um das jüngere Mädchen. Heute gehe es diesem wieder besser, heisst es in der Mitteilung.

Die Jury-Präsidentin, SP-Ständerätin Pascale Bruderer, lobte, dass die beiden 16-Jährigen ihre eigenen Möglichkeiten ausschöpften aber auch ihre Grenzen erkannten und sich professionelle Hilfe holten. Sie hätten einen «stillen Mut» gezeigt, hätten hingehört und zugehört.

sda