FREIFELD-STATIONEN: Starkbebennetz: Neue regionale Stationen

Der Bundesrat will das nationale Messnetz für starke Erdbeben (Starkbebennetz) erneuern. Es sind auch Messstationen in der Stadtregion Luzern geplant.

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Die neu geplanten Freifeld-Stationen in der Zentralschweiz (gelb ausgefüllte Boxen mit dickem schwarzem Rand). (Bild pd)

Die neu geplanten Freifeld-Stationen in der Zentralschweiz (gelb ausgefüllte Boxen mit dickem schwarzem Rand). (Bild pd)

Bis zum Jahr 2016 soll 51 neue Freifeld-Stationen eingerichtet werden, darunter zwei im Raum Luzern und sechs weitere in der Zentralschweiz. Die Standorte sind noch nicht definitv festgelegt. Zudem werden in der Region mehrere bestehende Freifeld-Stationen ersetzt.

Damit sollen alle veralteten Stationen ersetzt und zusätzlich in Regionen mit erhöhter Gefährdung bzw. erhöhtem Schadenspotential das Stationsnetz verdichtet werden, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation mitteilt.

Bahnhofgebiet wäre betroffen
Im August 2007 war im Sicherheitsbericht der Stadt Luzern angemerkt worden, dass grosse Teile von Luzern bei einem Erdbeben stärker gefährdet als bisher angenommen wären. Betroffen wären wegen der Bodenbeschaffenheit vor allem das Gebiet beim Bahnhof und das Neustadtquartier. Der Seismologe Nicolas Deichmann hatte in einem Interview mit der Neuen Luzerner Zeitung bei einem Erdbeben mit einer Stärke von 6,5 bis 7 auf der Richterskala in oder um Luzern «im schlimmsten Fall Hunderte, wenn nicht gar Tausende von Toten» prognostiziert.

Der Seismologische Erdbebendienst der ETH hat übrigens am Montag, 16. Januar 2009, im Raum Hochdorf ein Beben von 2,6 auf der Richterskala registriert. Mehr Informationen »

scd