GALGENEN: Krebszentrum: Absage von vier Unispitälern

Die Direktoren von vier Universitätsspitälern lassen das geplante Protonen­therapie­zentrum in Galgenen im Regen stehen. Sie pochen auf eine universitäre Anbindung.

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So soll das Protonentherapiezentrum aussehen. (Bild pd)

So soll das Protonentherapiezentrum aussehen. (Bild pd)

«Ein Protonentherapiezentrum ohne direkte universitäre Einbindung kann von unserer Seite keine Unterstützung erwarten.» Dies halten die Direktoren der Universitätsspitäler von Basel, Bern, Genf und Lausanne in einem gemeinsamen Schreiben an die Initianten eines privaten Protonenzentrums in Galgenen fest.

Campus-Standort gefordert
Die Direktionen der Universitätsspitäler sind überzeugt, dass ein solches Zentrum mit klinischer Ausrichtung auf den Campus eines Universitätsspitals gehört. Alle onkologischen und angrenzenden Disziplinen seien dort auf «höchstem Niveau vertreten und stellen eine optimale Behandlung und Betreuung der Patienten sicher».

Da die Protonentherapie kostenintensiv sei, sind Studien zur Erforschung der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit erforderlich. Diese können in einem universitären Umfeld am besten durchgeführt werden, wie es weiter heisst. Die klinische Forschung gehört neben der Behandlung zu den Kernaufgaben und der Kernexpertise der universitären Radio-Onkologie.

Im Gleichschritt mit Professoren
Die fünf Schweizer Professoren für Radio-Onkologie (Strahlentherapie) haben die Absage an ein Protonenzentrum «auf der grünen Wiese» bereits im vergangenen Herbst gegenüber der Gesundheitskonferenz vertreten, wie es weiter heisst.

Das Schreiben an die Initianten des Protonentherapiezentrum Galgenen ist unterzeichnet von Urs Birchler (Inselspital, Universitätsspital Bern), Werner Kübler (Universitätsspital Basel), Bernard Gruson (Hôpitaux universitaires de Genève HUG) und Prof. Pierre-François Leyvraz (Centre Hospitalier Universitaire Vaudois Lausanne CHUV).

scd