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GARTENBAU: Wie sich Profis um den Garten kümmern

Immer mehr Menschen holen sich bei der Gestaltung ihres Gartens professionelle Hilfe. Und lassen sich das auch was kosten.
Flurina Valsecchi und Arno Renggli
Bei der Gestaltung sind fast keine Grenzen gesetzt, wie dieser an der letztjährigen Giardina präsentierte Ideengarten zeigt. (Bild: PD)

Bei der Gestaltung sind fast keine Grenzen gesetzt, wie dieser an der letztjährigen Giardina präsentierte Ideengarten zeigt. (Bild: PD)

Wer nächste Woche die Gartenmesse Giardina in Zürich besucht, wird gestaltete Gärten jeder Art zu sehen bekommen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Garten­bauer können heute fast jeden Wunsch wahr werden lassen.

Entsprechend ist die Branche im Aufwind, das zeigen auch Zahlen über den Schweizer Garten- und Landschaftsbau. So stieg der jährliche Umsatz zwischen 2008 und 2011 von 2,51 auf 2,98 Milliarden Franken. Auch die Anzahl Betriebe hat in dieser Zeit um 320 zugenommen. Und an diesem Aufwärtstrend wird sich so schnell nichts ändern.

Mehr Eigenheime, mehr Gärten

Ein Hauptgrund für diese Entwicklung liegt in der Baukonjunktur. In den letzten Jahren haben viele Schweizerinnen und Schweizer ihren Traum vom Eigenheim realisiert und somit auch einen eigenen Garten erhalten. «Viele Leute leisten sich heute einen eigenen, ganz persönlichen Rückzugsort. Der Garten ist ein Stück Lifestyle, und so investiert man in den Aussenbereich», sagt Andres Altwegg, stellvertretender Geschäftsführer des Branchenverbands Jardin Suisse. Der Fachmann sieht noch einen weiteren Grund für die steigenden Umsätze: «Viele Gartenbesitzer verfügen nicht mehr über das Wissen, wie man einen Garten unterhält. Sie schneiden beispielsweise ihre Hecken nicht mehr selber, sondern engagieren dafür regelmässig den Gärtner oder Gartenbauer.»

Der Unterhalt ist nur eine Seite, wie Monika Arnet, Abteilungsleiterin bei Heini Blumen Garten, Luzern, bestätigt. «Zu uns kommen Kunden, denen wir den ganzen Garten von Grund auf konzipieren. Einige lassen uns freie Hand, andere bringen klare Vorstellungen mit, weil sie Produkte im Internet oder an Messen wie der Giardina gesehen haben. Oder sie legen auf Aspekte wie Feng-Shui Wert.» Für die Gestaltung durch Profis geben Kunden schon mal fünfstellige Beträge aus. «Man kann aber auch schon für deutlich weniger Geld was Schönes machen lassen», sagt Monika Arnet. «Es hängt stark von den Wünschen und auch von der Grösse des Gartens ab.»

Sparsame Gestaltung im Trend

Bei der professionellen Hilfe geht es aber nicht nur um ästhetische Aspekte. Beraten wird auch in Bezug auf richtige Gefässe oder den Standort, für den sich nicht immer alle Pflanzen eignen.

Trotz der Vielfalt an Möglichkeiten: Der Trend geht laut Monika Arnet eher in Richtung sparsame Gestaltung: «Oft soll eine einzelne, besonders schöne Pflanze im Mittelpunkt stehen. Ebenfalls angesagt ist das Urban Gardening, wo man viel selber machen kann.»

Doch nicht alle haben so viel Arbeit wie die Gartenbauer. Andres Altwegg sagt: «Die inländische Produktion steht unter Druck, viele Dorfgärtnereien oder einheimische Baumschulen haben es schwer.» Gründe sind der schwache Euro und die starke Konkurrenz aus dem Ausland, die zu ganz anderen Preisen produzieren kann. Laut Bundesamt für Statistik hat der Produktionswert der Zierpflanzen zwischen 2008 und 2013 von 420 Millionen auf 365 Millionen Franken abgenommen, in der Baumschulproduktion sank der Wert von 301 Millionen auf 238 Millionen Franken.

Hingegen hat die Einfuhr von Pflanzen zwischen 2000 und 2013 um 90 Prozent zugenommen. Die meiste Ware kommt aus Holland, der wichtigsten Drehscheibe in Europa im Pflanzenhandel. Immer wichtiger werden Produktionsländer in Südamerika. Weil die Preise sinken, ist der Wert dieser Einfuhren stabil. 2013 waren es 592 Millionen Franken, bei 188 Millionen Kilo importierten Pflanzen.

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