GASTRONOMIE: Gastro Schwyz fordert Wirteprüfung

Im Kanton Schwyz soll nach Meinung des Branchenverbands Gastro Schwyz die Wirteprüfung wieder eingeführt werden. Der Verband will damit gegen schwarze Schafe in den Küchen vorgehen. Der Kanton hatte 1997 den Fähigkeitsausweis für Wirte abgeschafft.

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Wer wirten will, soll zukünfitg wieder die Prüfung dazu ablegen müssen. Dies fordert der Verband Gastro Schwyz. (Symbolbild) (Bild: Neue Urner Zeitung (Archiv)/ Urs Hanhart)

Wer wirten will, soll zukünfitg wieder die Prüfung dazu ablegen müssen. Dies fordert der Verband Gastro Schwyz. (Symbolbild) (Bild: Neue Urner Zeitung (Archiv)/ Urs Hanhart)

Es gehe um die Sicherheit der Gäste, sagte Verbandspräsident Willy Benz in einem Interview mit dem «Boten der Urschweiz» vom Samstag. Prävention sei besser als Repression.

Die Qualität des Essens in Schwyzer Gastrobetrieben sei gut, sagte Benz. Bei 500 Verbandsmitgliedern reiche es aber schon, wenn ein Prozent schwarze Schafe darunter seien. Das sei bereits zu viel.

Gastro Schwyz fordert für alle Wirte und Lokalbetreiber eine Minimalqualifikation in Hygiene, Arbeitssicherheit und den Bereichen Lebensmittelgesetz, Alkohol, Suchtprävention und den Sozialwerken. Neue Wirte sollen wissen, wie das alles richtig umgesetzt werde, sagte Benz.

Eine Wirteprüfung sollen all jene ablegen müssen, die über keinen Lehrabschluss in der Gastronomie oder in der Lebensmittelbranche verfügen. Kebab-Standbetreiber und Pizza-Händler sollen davon nicht ausgenommen werden. Der Verband will nun Kantonsparlamentarier für sein Anliegen gewinnen.

In der Zentralschweiz ist in den Kantonen Luzern, Ob- und Nidwalden ein Wirtepatent obligatorisch. In Zug, Schwyz und Uri wurde es abgeschafft. In Schwyz scheiterte 2010 eine Wiedereinführung der Wirteprüfung, als das Parlament auf eine Totalrevision des Gastgewerbegesetzes nicht eintrat. (sda)