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Gegen Tourismus auf der Rigi – neue Petition lanciert

Die Rigi ist ein beliebtes Ausflugsziel – für Touristinnen und Touristen aus aller Welt. Fast eine Million Personen haben die «Königin der Berge» 2018 besucht. Das Petitionskomitee «Rigi: 800'000 sind genug» findet: Ein weiteres Besucherwachstum ist nicht mehr tragbar.
Besuchen zu viele Personen die Rigi? Für das Petitionskomitee «Rigi: 800'000 sind genug» ist der Fall klar. (Bild: Boris Bürgisser, Vitznau, 27. Septmber 2019)

Besuchen zu viele Personen die Rigi? Für das Petitionskomitee «Rigi: 800'000 sind genug» ist der Fall klar. (Bild: Boris Bürgisser, Vitznau, 27. Septmber 2019)

(stp) Fast eine Million Passagiere beförderten die Rigi Bahnen im letzten Jahr. 60'000 davon gingen auf die Scheidegg. Das sei zu viel, ist aus einer Meldung des Petitionskomitees «Rigi: 800'000 sind genug» zu vernehmen, weshalb man sich entschieden hatte, gegen die zunehmenden Besucherzahlen vorzugehen.

Inhalt der Petition sind diverse Forderungen. So verlangt das Petitionskomitee, dass der Verwaltungsrat der Rigi Bahnen AG den im Jahr 2016 erstellten «Masterplan RIGI» durch ein Tourismuskonzept ersetzt, das sich prioritär an den Natur- und Landschaftswerten der Rigi orientiert. 800’000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr seien eine akzeptable Obergrenze, heisst es in der Mitteilung weiter.

Weiter geht aus der Meldung hervor, dass auch das Angebot für asiatische Touristinnen und Touristen angepasst werden soll. Mit dem Gästemix mit Pauschalreisegruppen würde die Rigi nämlich «im globalen Billig-Tourismus verhökert».

Schliesslich verlangt die Petition, dass man vom Bau einer Gondelbahn mit vierzehn Masten absieht. Diese würde das Landschaftsbild fundamental verschlechtern, heisst es in der Mitteilung sinngemäss.

Petitionär schon früher kritisch gegenüber Rigi-Tourismus

Der Mann, der hinter der Petition steckt, ist René Stettler. Schon in der Vergangenheit kritisierte er den Tourismus auf der Rigi. Der Kulturwissenschaftler hatte daher 2017 die Petition «Nein! zu Rigi-Disney-World» initiiert. 3100 mal wurde diese unterzeichnet. Inhalt der Petition war das Bekenntnis der relevanten Kräfte zum massvollen Wachstum auf der Rigi. Stettler forderte aber konkretere Massnahmen und Ziele. Doch seine Forderungen blieben ungehört, weshalb er sich entschied, aus dem Petitionsverein auszutreten.

Nun startet er also einen neuen Versuch, den Tourismus auf der Rigi zu regulieren, und sammelt bis zum 31. Januar nächsten Jahres Unterschriften. Eingereicht wurde die Petition derweil bereits am 1. November 2019. Zum Startpunkt haben sie bereits 42 Personen unterzeichnet.

Die ganze Petition kann hier nachgelesen werden.

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