Gemeinde Schwyz budgetiert rote Zahlen

Die Gemeinde Schwyz rechnet im Voranschlag 2013 mit einem Defizit von 5,6 Millionen Franken – eine allfällige Steuererhöhung ist dabei bereits berücksichtigt. Und auch für 2014 und 2015 wird eine Erhöhung der Steuern ins Auge gefasst.

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Blick auf die Gemeinde Schwyz. (Bild: Archiv Neue SZ)

Blick auf die Gemeinde Schwyz. (Bild: Archiv Neue SZ)

Der Schwyzer Gemeinderat beantragt für das Jahr 2013 den Steuerfuss um zehn auf 155 Prozent anzuheben. Nötig mache dies der Aufwandüberschuss von 5,6 Millionen Franken, der für das nächste Jahr budgetiert wurde. Darin ist eine allfällige Steuererhöhung bereits berücksichtigt.

«Nicht hausgemacht»

Laut Mitteilung der Gemeinde sei die schlechte Finanzlage nicht hausgemacht. Sie sei vielmehr zurückzuführen auf die Revision des kantonalen Steuergesetzes mit der Entlastung der juristischen Personen, die Abschaffung der Handänderungssteuer und die zweimalige Reduktion des kommunalen Steuerfusses. Zusätzliche Mehrausgaben im Bereich Pflegefinanzierung, Krankenkassen und Sonderschulung verschlechtern das Ergebnis zusätzlich. All dies führe zu einer Verschlechterung der laufenden Rechnung um rund 6 Millionen Franken pro Jahr. Bei einem Gesamtaufwand von 58 und einem Gesamtertrag von knapp 53 Millionen Franken schlage dies massiv zu Buche.

Eine der anstehenden Grossinvestitionen: Alterszentrum Ibach. (Bild: Bert Schnüriger / Neue SZ)

Eine der anstehenden Grossinvestitionen: Alterszentrum Ibach. (Bild: Bert Schnüriger / Neue SZ)

Intensive Investitionsphase

Die Gemeinde Schwyz steht überdies am Beginn einer ausgesprochen intensiven Investitionsphase. In den nächsten vier Jahren werden Vorhaben mit einem Bruttoaufwand von rund 100 Millionen Franken investiert. Nebst dem Neubau des Alterszentrums werden die Erschliessungen der neuen Baugebiete vorangetrieben, ein neuer Bushof realisiert sowie die Nutzung und Erschliessung der Urmibergachse und des Zeughausareals viele Mittel verschlingen.

Gleich drei Steuererhöhungen geplant

Der Rechnungsabschluss 2012 dürfte mit einem Verlust von rund zwei Millionen Franken um rund zwei Drittel besser ausfallen als prognostiziert. Das Eigenkapital wird demnach auch Ende dieses Jahres noch einen stolzen Bestand von gut 15 Millionen Franken aufweisen.

Um den Wertverlust aufzuhalten, beantragt der Gemeinderat Schwyz eine schrittweise Anpassung des Steuerfusses. Eine erste Erhöhung um 10 auf 155 Prozent ist für das Jahr 2013 beantragt; je eine Erhöhung im gleichen Umfang ist im Finanzplan der nächsten beiden Jahre vorgesehen. Wird die Steuererhöhung abgelehnt, resultiert im Voranschlag ein Defizit von 6,98 Millionen Franken.

pd/bep/sda

RPK lehnt Steuererhöhung ab

Anders als der Gemeinderat lehnt die Rechnungsprüfungskommission es ab, den Steuerfuss der Gemeinde Schwyz auf das Jahr 2013 um zehn auf 155 % zu erhöhen. Der budgetierte Aufwandüberschuss sei noch mit genügend Eigenkapital gedeckt; eine Anpassung des Steuerfusses deshalb verfrüht.

Hinweis: Die Budgetgemeinde in Schwyz findet am Mittwoch, 12. Dezember, um 20 Uhr im Mythen Forum statt.