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GEMEINDE SCHWYZ: Die Suworowbrücke wird per sofort gesperrt

Böse Überraschung: Die über die Muotaschlucht führende Suworowbrücke ist instabil. Das historische Holzbauwerk muss von der Gemeinde Schwyz vollständig gesperrt werden.
Blick in die einsturzgefährdete Suworow-Brücke. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Blick in die einsturzgefährdete Suworow-Brücke. (Bild Bert Schnüriger/Neue SZ)

Die historische Suworowbrücke in der Gemeinde Schwyz darf für einige Monate weder befahren noch begangen werden, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Diese Nebenverbindung zwischen Ibach und der Strasse ins Muotathal stand als mögliche Umfahrungsroute zur Diskussion, wenn dereinst die Kantonsstrasse am «Gibelhorä» in Richtung Muotathal saniert wird. Vorbereitend dazu wurden erstmals nach zehn Jahren wieder die Tragfähigkeit und der Zustand der Suworowbrücke untersucht.

Dabei ergab sich im Ingenieur-Schlussbericht ein absolut nicht erwartetes Ergebnis, wie es weiter heisst: «Wir mussten überrascht feststellen, dass die Anschlusspunkte der Sprengwerksstreben unter der Brücke an die Widerlager komplett verfault sind. Das Sprengwerk, das sehr wahrscheinlich nachträglich montiert wurde, um die Tragsicherheit der Brücke zu gewährleisten, trägt nichts mehr.» Durch weitere Schäden an den Auflagern und an wichtigen Holzverbindungen können auch etliche andere Balken keine Last mehr aufnehmen. Insgesamt ist es damit nicht mehr zu verantworten, dass die Brücke weiterhin benutzt wird, schreibt die Gemeinde Schwyz weiter.

Notmassnahmen wohl erst im Frühling
Die Suworowbrücke erfüllt keine direkte Erschliessungsfunktion. Sie ist allerdings Bestandteil des kantonal-schwyzerischen Hauptwanderwegnetzes. Nach Eintreffen des Gutachtens haben die zuständigen Instanzen unter Federführung der Gemeinde Schwyz die Planung des weiteren Vorgehens angegangen. Aus heutiger Sicht ist klar, dass die Brückenverbindung über die Muotaschlucht für einige Monate vollständig gesperrt bleibt. Eine spätere Sanierung der Brücke scheint möglich, bedarf allerdings noch eingehender statischer und auch denkmalpflegerischer Abklärungen. Sie ist deshalb kaum kurzfristig realisierbar. Voraussichtlich wird die Gemeinde Schwyz deshalb anstreben, im kommenden Frühjahr eine Notverbindung für den Langsamverkehr herzustellen

Ein Brückenschlag über die Muotaschlucht nahe bei der heutigen Talstation der Stoosbahn besteht seit mehr als 400 Jahren. Die steinerne Brücke war allerdings durch die Kämpfe zwischen russischen Truppen und französischen Armee im Herbst 1799 schwer beschädigt worden. Im Juni 1806 beschloss der Landrat des Bezirkes Schwyz den Bau einer neuen Steinbrücke. Der Bergsturz von Goldau führte allerdings zu einer Verschiebung des Projektes. 1809 dann wurde der Bau der heutigen Holzbrücke mit einer Länge von rund 100 Metern beschlossen.

scd

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