GEMEINDE SCHWYZ: Es kommt zu Kampfwahlen an drei Fronten

In der Gemeinde Schwyz gehen alle Ortsparteien mit eigenen Listen in die Erneuerungswahlen der kommunalen Behörden. Um das Amt des Säckelmeisters bewerben sich drei Kandidaten; für die drei zu vergebenden Gemeinderatssitze sind vier Kandidaturen und für die fünf Rechnungsprüfungskommissionsmitglieder sind sechs Nominationen eingereicht

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In der Vergangenheit war die Besetzung der politischen Behördenämter in der Gemeinde Schwyz häufig unter den Ortsparteien ausgemacht worden. Von einer derartigen «Päcklipolitik» ist im Vorfeld der Erneuerungswahlen vom 27. April 2008 jedoch nichts zu spüren. SVP, FDP und CVP gehen je mit einer eigenen Liste in den Wahlkampf, welcher zusätzlich von einer gemeinsamen Liste der Grünen und der SP belebt wird. Unbestritten bleibt dabei – neben den Ämtern des Gemeindeschreibers, des Vermittlers und des Vermittler-Stellvertreters mit den Kandidaturen der bisherigen Personen – einzig das Amt des Gemeindepräsidenten. Dafür nominiert ist von der CVP der bisherige Vize- und Schulpräsident Stephan Landolt, welcher auch die Unterstützung der FDP erhält, jedoch nicht auf den beiden anderen Wahlvorschlägen figuriert.

Drei Kandidaten als Säckelmeister
Besondere Spannung zeichnet sich in der Gemeinde Schwyz bei der Bestellung eines neuen Säckelmeisters ab. Seit Jahren war dieses Amt von der FDP besetzt, welche diesen Anspruch mit der Nomination von Stephan Annen wiederum anmeldet. Dieser Kandidatur erwächst Widerstand von der SVP, die ihren Ortspartei-Präsidenten Marc Steinegger als Kandidaten ins Rennen schickt. Mit einer eigenen Kandidatur für das Säckelmeisteramt in der Person von Roland Pfyl wartet auch die CVP auf. Die Grünen und die SP verzichten auf eine «Einmischung» in diesen Wahlkampf und unterstützen keinen der nominierten Kandidaten, wie die Gemeinde Schwyz mitteilt.

Vier Kandidaten für drei Ratssitze
Die vereinigten Linksparteien hingegen sind dafür verantwortlich, dass auch die Besetzung der drei zu vergebenden Gemeinderatssitze nicht zu einer spannungslosen Angelegenheit wird. Sie nominieren Birgitta Michel Thenen von der neu gegründeten Grünen Partei als Gemeinderätin. Sie kämpft dabei gegen die beiden bisherigen Ratsmitglieder Florian Tschümperlin (FDP) und Christina Suter-Schibig (CVP), welche beide je von ihren Parteien nominiert sind sowie gegen den von der SVP portierten Seppi Spiess. Er soll den bisher einzigen und nach der Demission von Gemeindepräsident Beat Bürgler frei werdenden Sitz der SVP im Gemeinderat Schwyz retten. Keiner der Kandidaten wird von einer anderen Partei auf deren Wahlvor-schlag unterstützt.

Kampf auch um RPK-Einsitz
Vollständig neu zu besetzen ist die Rechnungsprüfungskommission, haben doch auf den Ablauf der Legislaturperiode gleich alle fünf Mitglieder ihre Demission eingereicht. Je zwei Nominationen eingereicht haben die CVP mit Ueli Bär und Walter Nobs und die FDP mit Primin Zehnder und Peter Geisser, derweilen die SVP mit der Kandidatur von Markus Furrer und die Grünen/SP mit der Nomination von Sylvia Horat je die erstmalige Einsitznahme in der Rechnungsprüfungkommission der Gemeinde Schwyz anstreben.

scd