GEMEINDE SCHWYZ: Gemeinde will den Urmiberg-Bahntunnel

«Der internationale Güter- und Personenverkehr auf der Schiene ist durch einen Urmibergtunnel zu führen», fordern die Gemeinderäte Schwyz und Ingenbohl.

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Urmibergachse: Seewen/Schwyz (rechts), links die Autobahn Richung Brunnen. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Urmibergachse: Seewen/Schwyz (rechts), links die Autobahn Richung Brunnen. (Bild Erhard Gick/Neue SZ)

Verschiedene Gemeinden haben zur Zukunft des Bahnverkehrs Stellung genommen. Wie es in einer Mitteilung heisst, fordert der Gemeinderat Schwyz die Realisierung des Urmiberg-Bahntunnels und der dazu gehörenden Querung Felderboden. Diese Stellungnahme ist auch vom Gemeinderat Ingenbohl übernommen und den kantonalen Instanzen weiter geleitet worden.

Abbau des Bahnangebots
Wenn der internationale Güter- und Personenverkehr auf der AlpTransit-Route nicht auf eine neue Linie im Berg verlegt werde, würden «massive Benachteiligungen einer ganzen Region» drohen. Entlang des Lauerzersees und im Talkessel Schwyz sei ein Verlust der hohen Lebens-, Wohn- und Naherholungsqualität zu befürchten, schreibt der Gemeinderat Schwyz.

Wegen fehlenden Schienenkapazitäten sei zusätzlich «ein merklicher Abbau des bisherigen regionalen und nationalen Bahnangebotes» zu befürchten, heisst es in der Mitteilung weiter. Ein vollständiger Verzicht auf den Tunnel sei daher «nicht akzeptabel».

Abkopplung von Arth-Goldau
Der Gemeinderat Schwyz fordert den Regierungsrat des Kantons Schwyz auf, sich offensiv für eine baldige Realisierung des Urmiberg-Bahntunnels einzusetzen.

Er sei sich aber bewusst, dass dafür auch ein Preis gezahlt werden müsse. Sollte der internationale Güter- und der Personenfernverkehr künftig durch den Urmibergtunnel geführt werden, so müsse «quasi als Gegenleistung» eine mögiche Abkoppelung des Bahnknotenpunktes Arth-Goldau von der direkten AlpTransit-Anbindung in Kauf genommen werden, heisst es.

ana