Gemeinde Schwyz senkt die Steuern

An der Gemeindeversammlung in Schwyz wurde eine Steuerreduktion um 10 Prozent beschlossen. Der Antrag von der SVP und der FDP für eine noch grössere Reduktion zum Abbau des Eigenkapitals wurde abgelehnt.

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Die Diskussion um den Steuerfuss für das Jahr 2011 stand im Mittelpunkt der Gemeindeversammlung von Schwyz. Der Gemeinderat beantragte eine Senkung um 10 auf 145 Prozent. Unter dieser Vorgabe wird im Voranschlag 2011 ein Mehraufwand von 5,3 Millionen Franken ausgewiesen. Angesichts des in den nächsten vier Jahren anstehenden Investitionsvolumens von total 76 Millionen Franken sei eine weitergehende Reduktion der Steuerbelastung nicht verantwortbar, argumentierte der Gemeinderat. Diese Meinung wurde von einer deutlichen Mehrheit der rund 150 Teilnehmer der Gemeindeversammlung gestützt. Sie lehnten den von der SVP und der FDP-Wir Liberalen eingereichten Antrag ab, den Steuerfuss gleich um 20 Prozent einer Einheit zu reduzieren und damit im nächsten Jahr ein Defizit von 6,8 Millionen Franken auszuweisen.

Abbau des Eigenkapitals

Der Antrag auf eine weitergehende als die vom Gemeinderat beantragte Steuersenkung war nicht zuletzt damit begründet, dass die Budgetprognosen in den letzten Jahren eigentlich nie eingetroffen waren. Wegen der tendenziell eher vorsichtigen Budgetierung des Gemeinderates sei jährlich ein um sieben bis zehn Millionen Franken besserer Rechnungsabschluss ausgewiesen worden. Dies hat auch dazu geführt, dass die Gemeinde Schwyz derzeit ein Eigenkapital von rund 23 Millionen Franken ausweist.
Dieses mittelfristig auf eine angestrebte Schwankungsreserve von gut fünf Millionen Franken abzubauen, ist auch das Ziel des Gemeinderates. Im laufenden Jahr wird es jedoch aus dem kontrollierten Abbau des Eigenkapitals noch nichts, erklärte Säckelmeister Roland Pfyl. Zwar war ein Defizit von 7,2 Millionen Franken budgetiert; aufgrund der aktualisierten Erwartungshaltung dürfte jedoch für das Jahr 2010 mit einer ausgeglichenen oder sogar positiven Bilanz gerechnet werden.

Abstimmung über Doppelturnhalle

Am 13. Februar 2011 werden die Stimmbürger über einen Baukredit von 8,3 Millionen Franken für die Erstellung einer Doppelturnhalle bei der Schulanlage Lücken entschieden. Ebenfalls vorgelegt wird am gleichen Datum ein zusätzlicher Kredit von 0,5 Millionen Franken, um dieses Projekt im Minergie P-ECO-Standard zu realisieren.

pd/bep