GEMEINDE SCHWYZ: Steuerentlastungen machen Schwyz Probleme

Das Schwyzer Gewerbe profitiert dank der Gesetzesrevision von einer massiven Steuerentlastung. Im Gegenzug fehlen der Gemeinde im Voranschlag 2010 mehr als fünf Millionen Franken an Steuer-Einnahmen.

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Der Sitz der Schwyzer Gemeindeverwaltung. (Archivbild Sven Gallinelli/Neue SZ)

Der Sitz der Schwyzer Gemeindeverwaltung. (Archivbild Sven Gallinelli/Neue SZ)

Die kantonale Steuergesetzrevision beschert den Gewerbetreibenden in Schwyz eine günstigere Steuerrechnung – sie fällt bis zur Hälfte günstiger aus. Wie die Gemeinde Schwyz mitteilt, habe aus dem gleichen Grund die Gemeinde Schwyz weniger Anlass zur Freude. Denn die steuerliche Entlastung der juristischen Personen sowie der Wegfall der Handänderungssteuer führen zu einem jährlichen Minderertrag von mehr als fünf Millionen Franken.

Immerhin: Dank Mehrerträgen aus den Vorjahren verfügt die Gemeinde Schwyz momentan über ein Eigenkapital von beinahe 20 Millionen Franken. Ausserdem sollte die Verwaltungsrechnung 2009 laut Mitteilung positiv (statt mit einem prognostizierten Defizit) abschliessen.

Eigenkapital reicht noch für zwei bis drei Jahre
Die gesunde finanzielle Ausgangslage ermöglicht es, dass der Gemeinderat Schwyz für 2010 nur eine moderate Anpassung des Steuerfusses um 10 auf 165 Prozent einer Einheit beantragen müsse. Der Gesamtsteuerertrag bleibt deutlich unter den bisherigen Werten und führt im Voranschlag zu einem vorausgesagten Fehlbetrag von 5,8 Millionen Franken.

Ohne Gegenmassnahmen müsse die Gemeinde davon ausgehen, dass das Eigenkapital in zwei oder maximal drei Jahren aufgebraucht ist, heisst es in der Mitteilung weiter. Denn bereits für das nächste Jahr sind Nettoinvestitionen von 5,7 Millionen Franken vorgesehen. Diese werden später auf zweistellige Millionenbeträge ansteigen.

ana