Gemeinden im Abstimmungsvergleich
Kriens hat eine der höchsten Siegquoten im Kanton Luzern

Eine Analyse aller Eidgenössischen Abstimmungen seit 1990 zeigt: Im kantonalen Vergleich nimmt Kriens eine besondere Rolle ein.

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Hier steht Kriens im Vergleich: Jeder Punkt in der Punktewolke ist eine Schweizer Gemeinde, angeordnet von der tiefsten (links) zur höchsten Übereinstimmung ihres Abstimmungsresultats mit dem des Schweizer Stimmvolks. Die Wolkenhöhe gibt an, wie viele Gemeinden eine gleiche Übereinstimmung aufweisen.

Hier steht Kriens im Vergleich: Jeder Punkt in der Punktewolke ist eine Schweizer Gemeinde, angeordnet von der tiefsten (links) zur höchsten Übereinstimmung ihres Abstimmungsresultats mit dem des Schweizer Stimmvolks. Die Wolkenhöhe gibt an, wie viele Gemeinden eine gleiche Übereinstimmung aufweisen.

(chm)

In 267 von 283 Abstimmungen seit 1990 stimmte Kriens wie das Schweizer Stimmvolk und siegte somit. Das entspricht einer Siegquote von 94.3 Prozent. Kantonsweit gehört Kriens damit zu den erfolgreichsten Gemeinden, sie gewann am viertmeisten Abstimmungen.

Schweizweit bedeutet diese Siegquote Rang 21 (zusammen mit zwölf weiteren Gemeinden) unter allen rund 2200 Gemeinden. Am meisten Abstimmungen gewinnt Langenthal (96.1 Prozent). Nur gerade elfmal seit 1990 hat die Berner Gemeinde anders als die Schweiz als Gesamtes abgestimmt.

Im Schnitt entscheiden sich die Stimmberechtigten von Kriens sehr ähnlich wie das Schweizer Stimmvolk: Die durchschnittliche Abweichung vom nationalen Resultat beträgt lediglich 3.4 Prozentpunkte. Schweizweit ist das einer der tiefsten Werte (Rang 10 von rund 2200 Gemeinden).

Bei praktisch jeder Abstimmung gibt der Bundesrat eine Empfehlung ab, wobei er dabei seit 2009 an den Entscheid des Parlaments gebunden ist. Kriens ist dieser Empfehlung seit 1990 in 82 Prozent der Abstimmungen gefolgt. Die durchschnittliche Gemeinde folgt dem Bundesrat in ungefähr drei von vier Abstimmungen (73.4 Prozent).

Von allen grösseren Parteien folgt Kriens am häufigsten der BDP. In 85.7 Prozent der Abstimmungen entschieden die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde wie es die Partei empfohlen hatte. Es folgen die CVP (82 Prozent) und die FDP (78.7 Prozent).

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Hinweise: Für die Analyse sind 283 Abstimmungen von 1990 bis September 2020 ausgewertet worden. Die Daten stammen vom Bundesamt für Statistik (Abstimmungsresultate auf Gemeindeebene) sowie vom Projekt Swissvotes der Universität Bern (Parolen von Parteien und Organisationen sowie Abstimmungsempfehlungen von Bundesrat und Parlament). Stand bei den Gemeinden ist 2020. Bei Gemeindefusionen hat das BFS die Resultate der fusionierten Gemeinden zusammengezählt.

Gewonnen (respektive verloren) bedeutet im Kontext der Abstimmungen, dass eine Gemeinde gleich (resp. anders) abgestimmt hat als die Mehrheit des Schweizer Stimmvolks. Beim Vergleich von Gemeinderesultaten und Parolen/Abstimmungsempfehlungen wurden nur Abstimmungen berücksichtigt, bei denen eine Institution ein Ja oder Nein empfohlen hat; Stimmfreigabe oder nicht gefasste/unbekannte Parolen wurden ausgeschlossen. Für die Parteiparole wurde jeweils die Empfehlung der nationalen Mutterpartei berücksichtigt. Bei Ranggleichheit unter Gemeinden wird der tiefste Rang angegeben.

Dieser Text ist mit Unterstützung eines Algorithmus erstellt worden.