Gemeindepräsident abgewählt

In den meisten Schwyzer Gemeinden konnte der Ausgang der Erneuerungswahlen vorausgesagt werden. In Unteriberg gabs jedoch eine Überraschung: Gemeindepräsident Josef Schatt (CVP) wurde abgewählt.

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Die Erneuerungswahlen der Gemeinden und Bezirke verliefern gestern grösstenteils vorhersehbar. Spannend war es in den Gemeinden Unteriberg, Muotathal und Arth sowie in Freienbach.

In Unteriberg und Freienbach lieferte man sich Kampfwahlen ums Gemeindepräsidium, und in Muotathal und Arth versuchte die SVP je ein weiteres Gemeinderatsmandat zu gewinnen.

Schlappe für Schatt

In Unteriberg kam es zur Abwahl des langjährigen Gemeinderats und -präsidenten Josef Schatt (CVP). Er unterlag mit einer Differenz von 70 Stimmen dem parteilosen Herausforderer Edi Marty. In Unteriberg allerdings musste die CVP nicht nur das Amt des Gemeindepräsidenten abgeben, auch Gemeinderat Pius Fässler schaffte die Wiederwahl nicht. Deshalb bleibt ein Sitz im Gemeinderat vakant.

Vergebliches Anrennen

In Muotathal und Arth rannte die SVP vergeblich an. In Muotathal wurden sämtliche wieder kandidierenden Gemeinderäte wiedergewählt. Für die SVP-Kandidatin allerdings reichte es nicht.

Auch in der Gemeinde Arth versuchte die SVP einen weiteren Sitz in der Gemeindeexekutive zu gewinnen. Die Partei stieg mit dem am 11. März abgewählten Kantonsrat Martin Inderbitzin ins Rennen. Inderbitzin erreichte zwar das absolute Mehr, fiel aber als überzählig aus der Wahl.

Deutlich liess in Freienbach der neu für das Gemeindepräsidium kandidierende Daniel Landolt (CVP) seinen Mitbewerber, den parteilosen Jürg Rückmar, hinter sich. Die SP hingegen ist im Rat nicht mehr vertreten. Bislang hatte die SP den Gemeindepräsidenten gestellt. In Reichenburg hingegen wird noch ein Gemeindepräsident gesucht. Hier fand der Wahlgang ohne einen Kandidaten statt.

Kurioser Wahlkampf

In der Gemeinde Galgenen schlug die bisherige Gemeindepräsidentin Margrith Hegner ihren Herausforderer Pietro Imhof in einer im Vorfeld kuriosen Wahl dann schliesslich deutlich. Eigentlich hätte Hegner nicht mehr kandidieren wollen, entschloss sich aber kurzfristig dennoch dazu, erneut als Gemeindepräsidentin zu kandidieren. Pietro Imhof hätte für die FDP eigentlich das Amt holen sollen. Da weder Imhof noch Hegner, die beide der FDP angehören, auf eine Kandidatur verzichten wollten, schloss die FDP-Ortspartei kurzerhand den parteiinternen Mitbewerber Pietro Imhof aus der Partei aus.

Steinen: Neuwahl notwendig

Eine Nachwahl wird in der Gemeinde Steinen notwendig. Hier konnte ein Gemeinderatsmandat wegen fehlender Kandidaten nicht besetzt werden. Die Nachwahl findet am 17. Juni statt.

haz

Die Resultat der Gemeinderatswahlen im Kanton Schwyz